Die Azid-Nitrilimin-Analogie in der Aluminium-Chemie
✍ Scribed by Norbert Emig; François P. Gabbaï; Harald Krautscheid; Régis Réau; Guy Bertrand
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1998
- Tongue
- English
- Weight
- 138 KB
- Volume
- 110
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Krautscheid, Re  gis Re  au und Guy Bertrand* Kovalente Azide des Typs A sind bekannte 1,3-Dipole, die häufig in der organischen Synthese verwendet werden [1] und auch in der Anorganischen Chemie zunehmende Bedeutung erlangen. [2] Aluminiumazide weisen vielfältige Strukturen auf (Derivative C ± G [3] ) und sind wertvolle Synthesebausteine zur Herstellung von AlN-Halbleiterphasen. [4] Lange war die Entwicklung der Chemie der isolobalen Nitrilimine des Typs B wegen derer potentiellen Instabilität und des Fehlens geeigneter Synthesemethoden gehemmt. In neuerer Zeit konnten stabile Nitrilimine jedoch hergestellt [5] und, wie bei den Aziden, die N a -N b -Bindung gespalten werden. [6] Wir berichten hier über die Herstellung einiger Aluminium-Stickstoff-Verbindungen mit einem Nitrilimingerüst.
Das Lithiumsalz von Bis(diisopropylamino)phosphanyldiazomethan 1 [7] reagierte bei À 78 8C in THF mit ClAlEt 2 (1 ¾quiv.) und ClAliBu 2 . Nach Aufarbeitung bei Raumtemperatur wurden die Verbindungen 2 a und 2 b in 85 bzw. 90 % Ausbeute isoliert [8] (Schema 1). Die IR-Bande bei 2140 cm À1 , die 14 N-NMR-Verschiebungen des N b -Zentrums (2 a: À 203 (n 1/2 147 Hz); 2 b: À 203 (n 1/2 118 Hz)) und das Vorliegen eines Dubletts für das PC-Kohlenstoffatom (2 a: 62.89 (J PC 74.3 Hz); 2 b: 63.21 (J PC 62.5 Hz)) im 13 C-NMR-Spektrum sind in Einklang mit den Nitriliminstrukturen von 3 a, b. Die
Verbindungen 2 a, b sind jedoch inert gegenüber dem Lawesson-Reagens, einem der wirksamsten 1,3-Dipolarophile. [9] Zur Röntgenstrukturanalyse geeignete Einkristalle von 2 b [10] wurden aus einer Pentanlösung bei À 30 8C erhalten (Abb. 1). Die Verbindung 2 b ist ein Trimer des Nitrilimins 3 b und der erste strukturell charakterisierte sechsgliedrige AlN-Heterocyclus mit unterschiedlichen Koordinationszahlen der Stickstoff-und Aluminiumzentren [11] (einer an Ein-
📜 SIMILAR VOLUMES
I Inhaltsverzeichnis Anzeigenteil S. V. I Die Koordinationslehre in der Chemie der Nichtmetalle. Von ALFRED BENRATH. (Eingeg 29.112. 1921.) Die Strukturtheorie, die in der anorganischen Chemie von Anfang an versagte und auch eine Anzahl organischer Vorgange ni&t zu erklLen vermag, sieht sich in d