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Diacylimide aus Benzyloxycarbonyl-aminosäuren und Chlorameisensäure-äthylester

✍ Scribed by Determann, Helmut ;Kahle, Ingrid


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1969
Weight
414 KB
Volume
725
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Bei der Zersetzung des ,,Gemischten Anhydrids" 1 aus Benzyloxycarbonyl-phenylalanin und Chlorameisensaure-athylester mit waRrigem Alkali entstehen Benzyloxycarbonyl-phenylalanin, I-Benzyloxycarbonyl-5-benzyl-hydantoin-3-benzylessigsaure (3) und N-Benzyloxycarbonyl-N-athoxycarbonyl-phenylalanin (5) in einem Mengenverhaltnis, das von der Zeitdauer der Anhydrid-Bereitung abhangt. Wird das Anhydrid mit Wasser oder mit Na-glycinat zersetzt, dann erhalt man 3 und 5 nur in sehr geringer Menge.

Diarylimides from Benzyloxycarbonyl-amino A rids and Erhyl Chloroformate

During the decomposition of the "mixed anhydride" 1 of benzyloxycarbonylphenylalanine and ethyl chloroformate by aqueous sodium hydroxide the following compounds are formed: benzyloxycarbonylphenylalanine, Ibenzyloxy-5-benzyl-hydantoin-3-benzylacetic acid (3) and N-benzyloxycarbonyl-N-ethoxycarbonyl-phenylalanine (5). The ratio depends on the duration of anhydride formation. If water o r sodium glycinate is the decompositing agent, 3 and 5 are obtained in very small amounts only.

Ungeachtet der Vielzahl von Moglichkeiten, die 1 -A m i n o -G r u p p e von Aminosauren w a h r e n d d e r Herstellung der Peptid-Bindung reversibel zu blockieren I), ist n o c h immer der Benzyloxycarbonyl-Rest (C6H5 -CH2-O-CO-) die am rneisten verwendete Schutzgruppe.

Der Grund dafur liegt in der einfachen Zuganglichkeit und Haltbarkeit des Chlorameisensaure-benzylesters und in der einfachen Reaktionsweise, die zu rneist gut kristallisierenden Derivaten fiihrt. uberdies wird allgemein anerkannt, daR Benzyloxycarbonyl-aminosauren im aktivierten Zustand (unter den Bedingungen der Peptid-Synthese) nicht racemisiert werden. Dies wird durch den Befund verstandlich, daR Aminosauren mit Urethan-Schutzgruppen wegen des fehlenden Doppelbindungscharakters der Saureamid-Bindung nicht zur Oxazolinon-Bildung neigen wie andere Acylaminosaurenz). Weil aber der Carbonyl-Sauerstoff bei den Urethanen fwie z. B. den Benzyloxycarbonyl-aminosauren) offenbar weniger nucleophil als der Amid-Stickstoff istz), reicht gelegentlich dessen ,,Schutz" vor einer weiteren Acylierung nicht aus.


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## 9 ) Vgl. Experimmteller Teil. l o ) Uberschussiges I'hosgen kann prinzipiell mit der OH-Verbindung eirien Iiohlensaureester geben. Derselbe besitzt in der Regel andere pliysikalische Eigenscliaften als der geuiinschte Gbzo-Aminosaure-ester und tritt kaum stiirend in Erscheinung. \Vjr sintl jeden

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## Abstract Durch heterogene Veresterung von Aminoäthanol‐hydrochlorid mit 6‐Aminocapronsäurehydrochlorid läβt sich in hoher Ausbeute 6‐Aminocapronsäure‐2‐aminoäthylester‐dihydrochlorid (**1**) gewinnen. Phosgenierung von **1** ergibt das neuartige aliphatische Diisocyanat 6‐Isocyanatocapronsäure‐2