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Der Einfluß der Nahrungsfette auf den Stickstoffumsatz postoperativer Ratten

✍ Scribed by Bedö, M.


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1965
Tongue
English
Weight
380 KB
Volume
9
Category
Article
ISSN
0027-769X

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✦ Synopsis


Der EinfluB der Nahrungsfette auf den Stickstoffumsatz postoperativer Ratten M. BEDO Die Ersetzung zu Verlust gegangener GewebeeiweiDe wirft sowohl unter experimentellen Verhaltnissen als auch in der Ernahrungs-und diatetischen Praxis zahlreiche Fragen auf. Inadaquate Ernahrung, verschiedene Stoffwechselkrankheiten, fiebrige Zustande und chirurgische Eingriffe konnen den Abbau der EiweiDstoffe zur Folge haben. Kach schweren Verletzungen kann es vorkommen, daO innerhalb von 1 0 -1 2 Tagen 7o/b der im Organismus rnobilisierbaren EiweiDstoffe ausgeschieden werden und daB das Stickstoffgleichgewicht wochenlang ein negatives Bild aufweist (CUTHBERTSON, 1932). In solchen Fallen mu0 man bei der Diatplanung dem speziellen Zusammenhang zwischen Calorien liefernden Nahrstoffen und EiweiDstoffwechsel Rechnung tragen. An die eiweiDsparende und -speichernde U'irkung der Kohlenhydrate und Fette mu0 gleichfalls gedacht werden. Nach den Untersuchungen von CUTHBERTSON (1942) und PETERS (1944PETERS ( , 1948) ) wird das Stickstoffgleichgewicht operierter Patienten bei der gewohnten Krankenkost etwa 8-10 Tage hindurch negativ. WERNER (1949) stellte unter Beweis, da13 der nach chirurgischen Eingriffen fur gewohnlich infolge der inadaquaten Diat auftretende Stickstoffverlust verhiitet werden kann, wenn vor und nach dem Eingriff dem Patienten neben der entsprechenden EiweiDzufuhr auch kalorienreiche Nahrstoffe verabreicht werden.

Die Frage, welche Diat geeignet ist, den infolge pathologischer Umstande eingetretenen EiweiDverlust zu ersetzen, steht noch offen. Das bei lokalen Gewebeverletzungen entbundene EiweiD erhoht nur unbedeutend die mit dem Harn ausscheidende Stickstoffmenge (MCGIRR und ROBERTSON, 1939; MUNRO und CUMMING, 1948). Einzelne Beobachtungen weisen darauf hin, daO bei Tieren mit guter EiweiDversorgung der postoperative EiweiDverlust von den mobilisierbaren EiweiDstoffen stammt (MUNRO und CHALMERS, 1945). Nach den Feststellungen von CALLOWAY und GROSSMAN (1955) ist bei verletzten Tieren, die vorher an eiweioarmer Diat gehalten worden sind, der EiweiDverlust bedeutend niedriger; denn sie sind selbst bei Verletzungen unfahig, vie1 EiweiD zu mobilisieren. Es ist daher sehr wichtig, in Koordinierung mit den iibrigen calorischen Nahrstoffen auch Tor der Operation entsprechende EiweiBmengen zuzufuhren.

Friihere eigene Versuchsergebnisse (BEDO, 1960(BEDO, , 1964) ) haben bestatigt, daO bei Tieren mit EiweiOmangeldiat der Stickstoffverlust wesentlich geringer ist, wenn Kohlenhydratgemische bzw. pflanzliches Fett zugefiihrt werden. Der Stickstoffgehalt in Leber und hlnskeln war bedeutend hoher als bei Tieren, denen unter ahnlichen Versuchsverhaltnissen und bei derselben Calonenzufuhr nur ein einzelnes Kohlenhydrat oder ein tierisches Fett verabreicht wurde.


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anschliedend vorsichtig vom Papier abgehoben. Das aufgetragene Volumen betrug 0.75 cmy, das Gewicht der eingesetzten Menge lag um 0.6 g. Das Filter samt Vaseline wurde gewogen, auf ein Uhrglas aufgelegt und 24 Std. in einen auf SOo C und 49 bis 50 O/o relative Feuchte eingestellten Trokkenschrank ge