Der einfluß der endgruppen auf die glastemperatur und fließtemperatur von makromolekularen gläsern
✍ Scribed by Ueberreiter, Von Kurt ;Rohde-Liebenau, Ulf
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1961
- Weight
- 818 KB
- Volume
- 49
- Category
- Article
- ISSN
- 0025-116X
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✦ Synopsis
Abstract
Eine polymerhomologe Reihe von Makromolekülen wird als ein binäres System aus einem End‐ und Mittelgruppenstoff angesehen. Die Glastemperaturen der Reihe folgen bekanntlich der Glastemperaturformel:
T~G~ = Glastemperatur, x~i~ = Molenbruch.
Der Begriff der Endgruppen wird noch einmal genauer analysiert und folgende Gruppen aus thermokinetischen und chemischen Gesichtspunkten aufgestellt:
Eigen‐Brückenendgruppen (Selbsthärtung)
Fremd‐Brückenendgruppen (Härtung oder Weichmachung)
Freie Eigenendgruppen (Selbstweichmachung)
Freie Fremdendgruppen (Härtung oder Weichmachung)
Es stellt sich heraus, daß die Glastemperaturformel auch für Brückenendgruppen anwendbar ist.
Es werden Trichlortriphenylmethyl‐Gruppen (TPM) als Radikalbildner ausgesucht, welche den Endgruppenstoff für das noch nicht untersuchte System mit freien, aber härtenden Endgruppen bilden sollen. Eine polymerhomologe Reihe von Polystyrolen mit TPM‐Endgruppen wird hergestellt. Die Glastemperaturformel läßt sich auch auf diese Stoffe anwenden. Kurze Ketten mit 2 TPM‐Endgruppen haben eine höhere Glastemperatur als die längsten Ketten desselben Systems, im Gegensatz zu einer rein thermisch hergestellten Polystyrolreihe. Die Glastemperatur der Polystyrole mit 1 bis 2 TPM‐Gruppen liegen zwischen denjenigen mit 2 TPM oder 2 Eigenendgruppen.
Die Fließtemperaturen werden registriert, ihr Verlauf ähnelt demjenigen der Glastemperaturen. Die spez. Volumina dieser Stoffe lassen sich durch die Beziehung
beschreiben.
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