Der Brechungsindex im Dienste der physiologischen Chemie
โ Scribed by Dr. Paul Hirsch
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1920
- Tongue
- English
- Weight
- 631 KB
- Volume
- 33
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
No coin nor oath required. For personal study only.
โฆ Synopsis
Hirsch: Der Brechungsindex im Dienste der physiologischen Chemie 269 3% Jahrgang 19201 dall Margarine, die a d e r Palmfett auch tierisches Fett enthalt, eine Refraktion zwischen 38 und 53 zeigen mull, und zwar werden sich die gefundenen Werte mehr der Zahl38 nahern, wenn vorwiegend Pflanzenfette zur Herstellung verwendet wurden; dagegen werden die Zahlen niiher beim Skalenteil 53 liegen, wenn tierische Fette in der Margarine uberwiegen. C o c o s f e t t besitzt von allen bis jetzt untersuchten Speisefetten den niedrigsten Brechungsindex. Daher kann in einem Speisefett, bei dem die Refraktion den Wert 35,s nicht iiberschreitet, ohne weiteres die Abwesenheit anderer Fette als erwiesen angenommen werden. Bei K a k a o b u t t e r wird man oft schon durch die einfache Vorprobe der Bestimmung der Refraktion einen Fingerzeig bekommen hinsichtlich der Art der etwa vorhandenen Verfiilschungen. Die refraktometrische Untersuchung von M u s k a t b u t t e r Ial3t eine Reihe von Verfiilschungen erkennen; so erniedrigt ein Zusatz von Schweinefett, Kakaofett, Cocosfett, Olivenol, Rinds-und Hammeltalg den Brechungsindex, wahrend dieser Wert durch Lanolin, Paraffin, Vaseline und Wachs erhoht wird. Auf den Unterschied in der R e f r a k t i o n d e s F e t t e s a u s B a n d a m a c i s (76-82 Skalenteile = 1,4760-1,4795) und aus B o m b a y m a c i s ( 4 8 4 9 SkaIenteiIe = 1,4579-1,4586) sei besonders aufmerksam gemacht. Durch die refraktometrische Untersuchung des S c h w e i n ef e t t e s wird man hiiufig in die Lage versetzt, sofort zu unterscheiden, ob ein reines oder ein verfalschtes Erzeugnis vorliegt ; nur bei geringen Zusiitzen von Talg (Rinds-oder Hammeltalg) versagt das Verfahren. Die Refraktionszahl von reinem Schweinefett liegt zwischen 48,5 und 51,5 Skalenteilen bei 40'. Mit grofiter Wahrscheinlichkeit ist anzunehmen, dal3 diesen Refraktionswerten Jodzahlen von 48-49 entsprechen. Ganz besondere Beachtung verdient die bekannte Tatsache, dall bei reinen, aber ranzigen Schweinefetten die Jodzahl erheblich sinkt, die Refraktion dagegen steigt. Aus diesen Griinden darf man bei stark ranzigen Schweinefetten erst die erwLhnten Werte bestimmen, nachdem sie durch entsprechende Behandlung entsanert sind. Ein Zusatz von M i n e r a 1 o 1 e n zu den vorgenannten Fetten wiirde sich durch die Bestimmung der Refraktion in Verbindung mit der Verseifungszahl meistens leicht zu erkennen geben. Aus einer grollen Anzahl von Untersuchungen ergibt sich, dall-das B r e c h u n g s v e r m o g e n d e r n i c h t t r o c k n e n d e n O l e niedriger ist als dasjenige der trocknenden ole. Ferner ist diese Kennzahl abhangig vom A 1 t e r des betreffenden oles und von der Art s e i n e r G e w i n n u n g . Die R e f r a k t i o n d e r f l u ss i g e n f e t t e n 8 I e schwankt zwischen 53 und 66 Skalenteilen
๐ SIMILAR VOLUMES