Debate: Sprachpolitische Perspektiven in der Schweiz Les perspectives de la politique linguistique en Suisse
- Publisher
- Swiss Political Science Association
- Year
- 1997
- Tongue
- German
- Weight
- 209 KB
- Volume
- 3
- Category
- Article
- ISSN
- 1420-3529
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✦ Synopsis
In dieser dritten Runde der Debatte zu den "sprachpolitischen Perspektiven in der Schweiz" wird das heikle Thema der Vereinbarkeit von Sprachfreiheit und Territorialität diskutiert.
Die Opposition zwischen den beiden Prinzipien, die sich vor der Abstimmung vom März 1996 zum Sprachenartikel in der Verfassung zugespitzt hatte, hat uns oft dazu verleitet, die beiden Prinzipien gegeneinander auszuspielen, anstelle nach einer vernünftigen Integration zu suchen. Dies ist um so mehr bedauerlich, da es sich bei beiden Prinzipien um Instrumente der Sprachpolitik handelt, die sich durchaus vereinbaren lassen, wie die Beiträge in dieser Nummer zeigen.
Die historisch gewachsene territoriale Differenzierung des Sprachgebrauchs -trotz wachsender interner Verschiedenheit -ist als Ausgangspunkt für die Analyse durchaus angebracht. Alexandre Papaux, Richter am Freiburger Kantonsgericht, stellt die juristischen Fundamente beider Prinzipien vor und schliesst auf den notwendigen Charakter der Territorialität als Orientierungspunkt. Der Soziologe Didier Froidevaux, der auf einem soziolinguistischen Ansatz aufbaut, schlägt dagegen eine Relativierung dieses Prinzips vor, das, ohne es zu verabschieden, auch -und vor allem in mehrsprachigen Regionen -differenziert gehandhabt werden kann und soll. Abschliessend diskutiert der Soziolinguist Normand Labrie Erfahrungen aus Kanada und dem Quebec, um darauf aufbauend, sich generell zu fragen, ob die beiden Prinzipien in Anbetracht technologischer und sozialer Veränderungen noch angebracht sind.
Pour cette troisième ronde du débat sur "les perspectives de la politique linguistique suisse", nous abordons l'épineux problème de la liberté de la langue et de la territorialité.
L'opposition entre les tenants de l'un ou de l'autre principe, qui s'est encore manifestée lors des débats précédant la votation populaire de mars 1996 à propos du nouvel article constitutionnel sur les langues, a trop souvent fait oublier l'essentiel, à savoir qu'il ne faut pas voir dans l'un ou l'autre de ces principes une fin en soi, mais qu'il s'agit plutôt d'instruments de politique linguistique -le principal devenant alors Droit des langues en Suisse: état des lieux
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