Der griiBte Teil der hier mit- geteilten Ergebnisse ist schon in der Habilitationsschrift von G. Hesse, Munchen 1937, enthalten. \*) G. Hesse u. F. Reicheneder, Uber das afrikanische Pfeilgift Calotropin I, A. 526, 252 (1936). 5 4 I) L. L e w i n , Arrhiv Path. 7 1 (1913). \*) Gerber u. F l o u r e
Das krystallisierte Calotropis-Harz. III. Mitteilung über afrikanische Pfeilgifte
✍ Scribed by Hesse, Gerhard ;Eilbracht, Hans ;Reicheneder, Franz
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1941
- Weight
- 919 KB
- Volume
- 546
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Der Milchsaft der Asclepiadacee Calotropis procera, der in eingedicktem Zustand das wichtigste Pfeilgift in weiten Teilen Zentralafrikas darstellt, enthalt neben einer Reihe sehr wirksamer Herzgifte ' ) und neben EiweiDstoffen hauptsachlich eine klebrige weiBe Harzmasse. Dieses Harz ist der Xleister, der die Giftstoffe an der Pfeilspitze festhalt; er macht den Zusatz fremder Klebstoffe, der bei fast allen anderen Pfeilgiften erfolgt , iiberflussig. Die Verhatnisse liegen ahnlich wie bei dem Antiaris-Gift der Siidsee-Inseln, das ebenfalls aus einem Milchsaft gewonnen wurde. In diesem Fall wurde das natiirliche Harz von Windaus und Welsch3) krystallisiert erhalten und als Zimtsaureester des a-Amyrins erkannt.
Das Calotropis-Harz ist von L. Lewin4) abgeschieden und untersucht worden. Er erhielt es aber nur in amorphem Zustand und sprach es fur ein ,,Alban" an, das dem Guttapercha-Alban ahnlich sein sollte. Es ist uns gelungen, dieses Harz aus Alkohol zum grobten Teil krystallisiert zu erhalten. Er erwies sich als ein kompliziertes Gemisch von Triterpenestern niederer Fettsauren. Der erste Einblick in die Zusammensetzung wurde nach der Verseifung gewonnen. I) 11. Mitt.: H e s s e , R e i c h e n e d e r u. E y s e n b a c h , A. 637, 67 *) Diesertation,Hans E i l b r a c h t , Marburg 1939. (D 4.) 9 A. W i n d a u s u. A. W e l s c h , Ar. 246, 504 (1908).
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