𝔖 Bobbio Scriptorium
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Das fette Öl der Samenkerne von Sterculia foetida L

✍ Scribed by Steger, Alph. ;van Loon, J.


Book ID
102930304
Publisher
John Wiley and Sons
Year
1943
Weight
668 KB
Volume
50
Category
Article
ISSN
0931-5985

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Aus dem Lnborntorium fiir Technologic der Olc und Fette der Teclinischen Hochscliule, Delft Einleitung: An den Friichten von Sterculia foetida L. sincl folgende Teile zu unterscheiden: 1. eine von einer nahezu schwarzen, dunkelbraunen Schale bedccktc Nun, cleren Kern das eigenllichc Sterculia-01 liefert; 2. das Fruchtfleisch (Mesocarp), das in getrocknetem Zustande ziemlich fest an der Schale haftet und ebenfalls 01 enthillt, das jedoch eine ganz andere Zusammensetzung hat ah das Sterculiakernol. Dariiier haben wir schon friiher ausfiihrlich berichtet l) ; 3. ein dunkelviolettes, Blfreies .Hautchen (Epiclup) , das leicht zu entfernen ist. Das Sterculiaol ist schon von verschiedenen Forschern auf Eigenschaften und Zusammensetzung gepriift, ohne da13 es bis jetzt gelungen ist, letztere geniigesd aufzukliiren E). Die Kenntnis der Zusaiiitiictisrtzuiig des Slerculiakrrniils ist tl~*s- lialb sehr interessant, wcil ciicses 01, ini Gegciisalx zum Fhclilfleischol, beim Erhitzen ein eigenartiges Verhalten zeigt. Wenii man cs niimlich kurze Zeit auf 240-250O C erhitzt, tritt unter starker Warmeentwicklung Gelatinierung ein; es cntsteht cine gummiahnliche Masse von liellgelber Farbe, welclie niit dcrjciiigen clcs 01s iihereiiistiiiiriil. so daO voii einer Zersetzung des Materials nicht die Rede sein kann. Die gelatinierte Masse ist sehr zah und versprodet nicht bei liiugerem Stehen an der Luft; sie ist auch in den iiblichen Liisungsmitteln unloslich und ist erst nach tagelangem Kochen mit alkoholischer Lauge verseifbar. Beim Erhitzen gro6erer Mengen dcs 01s auf 240° kann die Warnieentwicklung so stark sein und die Temperatur so schnell steigcn, daO man die Masse kiihlen muB, um Entziindung und Verkohlung derselben vonubeugen. Die Art der Gelatinierung des Sterculiaols ist der des chinesischen Holziils, Oiticicaols, Ricinusols usw. sehr ,Ibnlich und einer Polymerisation zuzuschreiben. Dennocli gibl cs sehr charaktcristische Unterschiede: 1. dem Sterculiaol fehlt die hohe Ungesattigtheit des Holzols bzw. Oiticicaols; 2. ihm fehlt auch die hohe Hydroxylzahl des Ricinusiils; 3. die Gelatinieruiig tritt viel schneller und auch schon hei niedrigerer Temperatur ein als bei den genannten C)len 3 ) . Diese Unterschiede weisen darauf hin, daB von einer direklen Ahnlichkei t der Gelatinierungserscheinung info@ analoger Zusammenselzungen zwischen Sterculiaol einerseits und Holzol, Oiticicaol, Ricinusol usw. anderersdts nicht die Hedc sein kann, sondeni da6 im Sterculiaol Komponenten von Iiesonderer, bis jetzt unbekannter Konstitution vorhanden seiii miissen. Wir haben deshalb das Sterculiakernol einer eingelienden Untersuchung unterworfen. Die Frrichte: Die von uns verwandten Friichte stammten nus Niederlandisch-Ost-Indien und h r d e n un9 durch die I'reundliche Vermittlung des ,,Koloniaal Instituut" in Amsterclam zur Verfiigung gestellt. Die ganzen Friichte wogen durchschnittlich 2.40 g, die vom Epicarp und Mesocarp befreiten Niisse in1 Mittel 1.83 g, die Kerne 1.28 g. Die Bercitung des 01s: Die Kerne ergaben bei Extraktion mit Petrolither 50.2 Olo eines hellgelben Oles; cine Nachexlraktion mit Ather noch 1.G OIo dunkelgefiirbtes Material, das auch aus Nichtfettstoffen bestand. Auch wurde von uns in eincr Laboratoriumprcssc kalt gepre6tes 01 untetsucht.

Eiyenschaf!en dek 01s: Wie die folgende Tafel zeigt, besitzcn das exlrahierte und das kaltgepre6te 01 praktisch iil)ercitisliniiiientlcr Eigcnscliaf!ctt, obwohl sic nus verscliicdcnen Saniensendungen erhalten wurden.

kaltgepreates 01 extrahiertes 01 Kennzal,den


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