Darstellung und Reaktionen einiger 4.4-Dichlor-flaven-Derivate
✍ Scribed by Farkas, István ;Costisella, Burkhard ;Rákosi, Miklós ;Groß, Hans ;Bognár, Rezsö
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1969
- Tongue
- English
- Weight
- 277 KB
- Volume
- 102
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
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✦ Synopsis
Verschieden substituierte Flavone, Flavonglucoside und Thioflavone sind mit asymm. Dichlordimethylather in 4.4-Dichlor-flavene (2a --d) uberfiihrbar, die als vinyloge gem. Dichlorather anzusehen sind. Die Gfucosidbindung wird hierbei vom Dichlorather nicht angegriffen. Das Verhalten gegeniiber 0-, S-und N-funktionellen Verbindungen wird iintersucht : Alkohole und Carbonsaureanhydride geben das Ausgangs-Keton, mit Thiophenol bzw. sek. Amin entstehen Mercaptale bzw. Aminale, prim. Amine geben Schiffsche Basen; mit Thioessigsaureentstehen nach bekannten Verfahren 4-Thio-flavone bzw. die bisher unbekannten 4-Thio-flavonglucoside.
E
Kiirzlich berichteten Schiinherg und Freese2) uber die Uinsetzung von Flavon mit Oxalylchlorid3) zu dem sehr hydrolyseempfindlichen 4.4-Dichlor-flaven-(2) (2a), der bisher ersten Verbindung dieser Art in der Flavonreihe. Mit Thiocarbonsauren entstand aus 2a 4-Thio-flavon (4a)l). Weitere Reaktionen wurden nicht beschrieben.
Diese glatte Reaktion sowie die Hydrolyseempfindlichkeit dieser Verbindung sind leicht zu verstehen, wenn man 2a als einen vinylogen a-Halogenather auffaRt :
bei Ablosung eines Halogen-Anions aus einem a-Halogenather, z. B. bei Monochlordimethylather oder Brenzcatechin-dichlormethylenather (l), resultiert ein mesomeriestabilisiertes Carbenium-Oxonium-Kation. Ein analoges ambidentes Kation4) mit einer ,,vinylogen" Oxoniumform kann nun auch aus 2a entstehen:
H3C-O-CHZC'I 1) Diese Arbeit sol1 als Mitteil. ,,Flavonoide, XVII" des Debrecener lnstituts und als ,,XL.
- A .
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