Das Wnsser der gcnannten Quelle ist frisch geschdpft hlar, stark perlend, von prickelndem angenehm salzigem Geschmacli. Seine Teinperatur war am 23. Jan. iM2 bei 00 der tiufseren 1,uft = i04 C. Der Boden, aus welchem die Quelle entspringt, ist bis m grofser Tide ein eisenschuqsiger Thon yon schmutzi
Chemische Untersuchung des Ludwigsbrunnens zu Homburg v. d. H
β Scribed by Will, H. ;Fresenius, Rem.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1843
- Weight
- 329 KB
- Volume
- 45
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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β¦ Synopsis
Chemische Untersuchung des Ludwigsbrunneos zu Homburg v. d. W. ; von Dr. H. Will und Dr. Rem. Frewnius. Der Ludwigsbrunnen , die iltcste der 3iineralquellcii Ilonaburgs, haUe die urspriingliche Beschaflenheit soiiies Wassers so sehr geiiildert, dasselbe liatte sich irn Geschnwk, im Gellait an Salzen und Kohlenstiwe gewcihnlichem Trinkwamr so sehr gcnihert, dah es fir zweckmafsig erachtet wwde, in seinern B asin eine neue Quelle zu bohren. Die Resultate waren die @instigsten An der SteUe der fruheren erschiipflen Queue, welche nur eine geringe Tiefe liatte, spnulelt jelzt eine neue, aus einer Tiefe yon 140 F d s zu "age koinrnend, ununterbrochen aufwallend durch die Yenge der rnit dem Wasser ausstriirnendcn Kohlensjwe, ausgezeichnet yor den ubrigen Quellen Homburgs durch die reichliche Quantitiit Wasser, welche sie zu Tage fdrdert. -Diese neue Quelie ha1 den Narnen der friiheren behalten, sie ist es, d m Wasser wir der Untersuchiing unterwarftm. Das Wasser erscbeint, frisch aus der Quellc gescbtjpft, klar, es perlt in hohern Grade, sein Geschmack ist sehr stark saleig, prickelnd mit bibrlichern Nachgeschmack. Seine Temperatur ist cOdStsnt, am 28. Febtuar 1843 betrug sie bei 70 Tempwatur der Luft lo',;@ C. -Der Boden, ws dem die Quelle entspring4 ist bis zu k e r n Grunde ein gelber, magerer Thon, in verscliiedenen Tiefen mil ungleichen Mengen von Qosrzirihern gemengt. Die Quantitat des ausfliefsenden WBssers betragi in einer Stunde ungefahr 1500 Naafs Beeiivmrtng des speciFpcken Gwichts. Das Verhdtnifs der Gewichte gleicher Volumina destillirten Wassers und Mineralwassers war bei iO'/,O C. = iii,058 : 112,390, worans sich al. speclfiscbes Gewicht des letzteren 2,011W3 ergiebt @&Wive Andy.qe. Das Wasser zergt in Folge seines Gehaltes an keier Kohlenfure eine schwach same Beaktion, dieselbe veriiert sich, wenn es eine Zeit lang in otfenen Gefdsen steht. Mit dem Verlust an Kohlensliure wird es tnibe, es bildet sich darin em gelblichweilser Absetz, beim Erhitzen erb& man ehen reichljchem ockergelben Niederschlag. Die qualitative Analyse z&el in die Untersucbung dieses Niederschlags nnd in die des damn Mhirten Was= Sie wies in ersterem Kohlenshe, Balk, &was Magnesia, Eisen nebst Spuren von Thooerde und Psn~an, endlich Quellsame nad Quellsatzsiwe nach. Das gekwhta Was-6er enthielt an Siiweu und sie vertrdeoden Kbrpem Chlor, Spa-rer~ von Bnm, Schwefeh3ure; an Basen Natron, Keli, Kelk, Magnesia. -Dtnrch Endampfen des Wmm mit Salzaiure u LL w. wnrde endlich nrrchgewksen KieseMure, sowie Spmea eines AUMo&atLes. Negative Rmltata gabs die MIIgen auf Jod, Saipetersiiure, Lithion etc. Qucsntitniibe A d y s e . Dieselba terfiel der Hauptsache nach ebentalIs in die klagwg des beim Kechen entstehenden Niederschiugs und in die Abscbeidang der im gekochten Wasser ed~altenen Kbrper. Erst-wurde in S a k w e gel& und die h der Lbsung enthei-~enm Basen (Eisen, Kaik, Bittererde) nach gewbhnlicher Weise
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