Die gegenwartige Mitteilung schlieBt sich an unsere 22. Veroffentlichung I) an, in der von einigen Autooxydationen aromatischer Kohlenwasserstoffe die Rede war. Sie behandelt hauptsachlich das Studium der Korper, die sich bei der A u t o o x y d a t i o n des P y r r o l s bilden; wenngleich dieses
Chemische Lichtwirkungen, XXXI. Autooxydationen, VIII
โ Scribed by Ciamician, Giacomo ;Silber, P.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1915
- Weight
- 348 KB
- Volume
- 48
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-9631
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โฆ Synopsis
Autoox y dationen , VIII. (Eingegangen am 22. Janunr 1915.) Es schien uns iateressant, das Verhalten einiger A l k a l o i d e gegenfber dem Licht bei Gegenwart von Sauerstoff kennen zu lernen ; wir baben zu dem Zweck zunachst das Nicotin und das Piperidin niiher untersiicht. N i c o tin. Drei Kolbeu von je 5 I Inhalt, die 12 g Nicotin in 100 ccm Wasser gelost enthielten, und mit Sauerstoff gefullt waren, wurden M lhrend der Monate Mai-November belichtet. Nach dieser Zeit Anthielten die Kolben eine schwach gelb gefarbte Losung; ihre Reaktion war schwach sauer und der Sauerstoff war fast vollstandig rerbraucht worden. Nach verschiedenen Vorversuchen sind wir schliefllich liei Folgendem Verfahren der Aufarbeitung stehen geblieben. Der Inhalt eines Kolbens wurde nach Verdunnung rnit Waaser mit 20 g aufgeschlammtem kohlensaurem Barium versetzt und mit Wasserdampt destilliert. Das alknlisch reagierende Destillat wurde mit SslzsHure neutralisiert und zur T r o c h e gebracht; es wurden so 5.3 g salzsaures Salz erhalten. Urn f b e r die Natur der fibergegangenen Bssen Aufkliirung zit erhalten, haben wir die salzsauren Salze zuniichst mit G o l d c h l o r i d versetzt, urn so das unverandert gebliebene Nicotin abzuscheiden. Die Goldfiillung, aus Wasser weiter umkrystallisiert, schmolz bei 194 O und hatte die Zusanimensetzung: ClaRlrNa,2HAuClr. Her. Au 46.79. Gef. Au 47.15. Aus den Mutterlaugen dieser Plllung lie13 sich beim Eindarnpfen kein einheitliches Produkt abscheiden. Wir haben daher diese Laugen entgoldet und die so wiedererhaltenen salzsauren Sake mit P l a t i uc h l o r i d versetzt; auf diese Weise gelang es uns, eine geringe Menge von A m m o n ia k in Forin von Platinsalmiak sbzuscheiden. Vom Platinsalz sind wir dann wieder zum G o l d s a l z zuruckgekehrt, indern wir nach der Entfernung des Platins mit Schwefelwasserstoff die wiedererhaltenen salzsauren Salze niit Goldchlorid versetzten. So erhielten wir schliel3lich homogene, nadelformige, gelbe Krystalle, die sich als die C h l o r g o l d v e r b i n d u n g d e s M e t h y l a m i n s erwiesen.
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