Chemilumineszenz bei organischen Verbindungen
✍ Scribed by Prof. Dr. K.-D. Gundermann
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1965
- Tongue
- English
- Weight
- 918 KB
- Volume
- 77
- Category
- Article
- ISSN
- 0044-8249
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Durch die Entwickhng sehr empjindlicher MeJapparafuren ist der Nachweis tniiglich geworden, daJ3 die Chemilumineszenz organischer Verbindungen in Losung ein weitverbreitetes Phanomen ist. Besondere Fortschritte konnten in den letzten Jahren in der Erjorschurig der Chemilumineszenz von substituierten Phthalsaurehydraziden und verwandten Verbindungen erzielt wierden. Ein wahvscheinlich allgemeingiiltiges neues Prinzip zur Erzeugung von Chemilumineszenz wuvde kiirzlich in der Umsetzunx von arornatischen Radikal-Anionen mit entsprechenden Radikal-Kationen gefunden. 1. Einleitung Chemilumineszenzreaktionen sind Vorgange, bei denen ein fluoreszenzfahiges Molekiil durch chemische Energie in einen angeregten Elektronenzustand gebracht wird [l]. Sol1 dabei sichtbares Licht ausgestrahlt werden, so mussen die Reaktionen Energien von mindestens 40-70 kcal/Mol liefern. Dies ist zum Beispiel bei den uber Radikalketten verlaufenden Oxydationsreaktionen der Fall. Es sollte demnach zahlreiche Chemilumineszenzreaktionen geben, und in der Tat finden sich in der Literatur viele Beispiele (Ubersichten : [2-71). Allerdings kennt man nur wenige Reaktionen, bei denen ein ausgesprochen brillantes Leuchten auftritt. Durch Fortschritte in der apparativen Technik ist es heute moglich, noch Lichtintensitaten von etwa 103 Photonen/cm'.sec sicher zu registrieren [8-91, so daR auch eine schwache Chemilumineszenz bei organischen Reaktionen nachweisbar ist (vgl. auch die alteren Untersuchungen von Audubert [lo]). Die Zusammenhange zwischen der Konstitution organischer Verbindungen und ihrer Chemilumineszenzfahigkeit sind den Zusammenhangen zwischen Konstitution und Fluoreszenzfahigkeit weitgehend parallel [ll-151. Wie aber bei der Fluoreszenz organischer Verbindungen in Losung sehr viele Milieuparameter, wie Konzentration, pH-Wert, Losungsmittel, Anwesenheit von loschend wirkenden Fremdstoffen, zu beriicksichtigen sind (vgl. [15]), so kompliziert sich bei Chemilumineszenzreaktionen das Bild dadurch, daR neben den Vorgangen, welche die Strahlungsenergie liefern, weitere chemische Veranderungen auftreten konnen (vgl. Abschnitt 8). Biolumineszenzreaktionen sind enzymatisch katalysierte Chemilumineszenzreaktionen, bei denen Sauerstoff als Elektronenacceptor wirkt. Nach McElroy und Seliger [17] werden dabei die Oxydationsvorgange durch das Enzym so wirksam gelenkt, daR die Quantenausbeuten etwa 1 betragen [ 16,171, im Gegensatz zu organischen Chemilumineszenzreaktionen in Losung, deren Quantenausbeuten hochstens 0,05 betragen. 2. Chemilumineszenz bei der langsamen Autoxydation von Kohlenwasserstoffen, Aldehyden, Ketonen, ungesattigten Sauren und deren Estern Mit sehr empfindlichen photoelektrischen MeDeinrichtungen gelingt es, die sehr schwache Chemilumineszenz bei der Autoxydation von Kohlenwasserstoffen wie Athylbenzol, Cumol, Diphenylathan, Cyclohexan oder
📜 SIMILAR VOLUMES
Vor kurzem konnte ich') durch zahlreiche Daten die Tatsache belegen, da6 bei organischen, nicht assoziierten, aus Kohlenstoff; Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff bestehenden Verbindungen der Quotient aus kritischer Temperatur Tk und kritischem Druck p, dividiert durch die Zahl der Wertigkeiten i
nicht die Formel (26 H, -c FE c -c6 H, zukommen k6nne. In- zwischen haben L i m p r i c h t und S c h w a n e r t in ihrer schijnen Untersuchung : ,, Ueber einige Verbindungen der Toluolgruppe ', einen direc.ten Beweis fur diese Ansicht beigebracht, indem sie nachwiesen, d a b der Kiirper, welchem u