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Chebulagsäure, ein krystallisierter Ellaggen-Gerbstoff aus Myrobalanen (III. Mitteilung über natürliche Gerbstoffe

✍ Scribed by Schmidt, Otto Th. ;Nieswandt, Werner


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1950
Weight
545 KB
Volume
568
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Es ist schon seit langem bekannt, daW viele Pflanzenextrakte, die in der Gerberei Verwendung finden, beim Stehen Ellagsaure abscheiden. Auch auf der zu gerbenden Haut werden solche Abscheidungen beobachtet und vom Gerber als ,,BIume" bezeichnet. Da die Ellagsaure, eine auflergewohnlich schwer losliche Verbindung, sich in den waWrigen Extrakten des pflanzlichen Materials befindet und dort erst nach langerer Zeit als Niederschlag auftritt, hat man gefolgert, daW sie zunachst in gebundener und daher loslicher Form vorliegt. Es ist immer wieder versucht worden, solche Verbindungen, die neben anderen Bausteinen (Zucker, Gallussaure) auch Ellagsaure enthalten, aus den Gerbstoffgemischen der Extrakte abzutrennen und in reiner Form darzustellen. Dies ist bis jetzt in keinem Falle mit Sicherheit gelungen, und aHe analytischen Daten iiber solche Ellaggen-Gerbstoffe bediirfen einer Nachpriifung, sobald die Stoffe einmal in einheitlicher Form vorliegen.

Was nun im besonderen die Gerbstoffe der Myrobalanen (getrocknete Priichte von Terminalia chebula) anlangt, so liegen alte Arbeiten von J. Lowe3) und G. Zolffe14) vor, in welchen die Gewinnung amorpher, Ellagsaure enthaltender Produkte beschrieben wird, aus welchen spater M. Nier enstein5) durch mehrfache Carbathoxylierung und Verseifung einen krystallisierten Ellaggen-Gerbstoff erhalten haben will. Fur die Verbindung wird ein ungefahrer Schmelzpunkt von 329 bis 336O, eine spec. Drehung von + 18' und die Bruttoformel C,,H,,O,, angegeben. l ) 11. Mittlg. B. 80, 510 (1947).

2, W e r n e r N i e s w a n d t , Dissertation Heidelberg 1948. s, P r e s e n i u s , Z. Analyt. Chem. 14, 35, 44 (1875).

4, Ar. 229, 123 (1891). .


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