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Calix[4]tubus: ein röhrenförmiger Rezeptor mit hoher Selektivität für Kalium-Ionen

✍ Scribed by Dr. Philippe Schmitt; Dr. Paul D. Beer; Dr. MichaelG. B. Drew; Dr. Paul D. Sheen


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1997
Tongue
English
Weight
375 KB
Volume
109
Category
Article
ISSN
0044-8249

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Kaliumkanalproteine sind im letzten Jahrzehnt intensiv untersucht worden."] Interessant und noch immer kontrovers diskutiert ist, wie diese Proteine Kalium-Ionen rnit hoher Geschwindigkeit und nahezu perfekter Selektivitat durch die Membran transportieren (K' wird 1000fach effizienter als Na' transportiert) .L2] Die Region der Kanalporen, die fur die Selektion der Alkalimetall-Ionen verantwortlich ist, der Selektionsfilter, besteht aus einer planar-quadratischen Anordnung von vier konvergierenden Tyr~sinresten.[~~ Die Ergebnisse von Experimenten und ab-initio-Rechnungen sprechen fur eine Kation-x-Wechselwirkung zwischen K +-Ionen und den Arenflachen der Tyrosinreste als Ursache der einzigartigen Selekti~itat.[~] H5 { c{c7 c6,ic7' ] H5' Obwohl viele Gruppen an der Entwicklung synthetischer Ionenkanale arbeiten,L5. schien uns ein biomimetischer Ansatz, der sich insbesondere auf die Selektion der Alkalimetall-Ionen konzentriert, nicht vollstandig untersucht. Um die Hypothese einer Kation-x-Wechselwirkung zu bestatigen, entwarfen wir einen neuen biomimetischen, rohrenformigen Rezeptor, der auf einem Calix[4]aren basiert. Der Zugang zum Rezeptor kann fur Metall-Ionen durch Selektion an den Eingangen gesteuert werden, die aus vier quadratisch-planar angeordneten Arenflachen"] bestehen. Die templatgesteuerte Kondensation des p-tert-Butylcalix-[4]arens 2 rnit der pertosylierten Verbindung lrsl in Acetonitril, liefert den Calix[4]tubus 3 in 51 % Ausbeute (Schema 1). Zu unserer Uberraschung war diese Verbindung in allen gangigen organischen Solventien, auDer Chloroform und Tetrachlorkohlenstoff, unloslich. Nach Kristallisation aus einer Chloroform/ Benzol-Mischung wurde 3 einer Kristallstrukturanalyse unterzogen (Abb. 1); 3 hat im Festzustand C,-Symmetrie.['] Das Molekul besteht aus zwei gleichen Calix[4]aren-Einheiten rnit abgeflachter, eingeklemmter cone-Konformation. Innerhalb eines Calixaren-Makrocyclus schneidet jeder Phenylring die Ebene der vier Methylenkohlenstoffatome rnit Winkeln von 89.6(2), 41.3(2), 87.3(2) und 43.7(2)". Die Ethylenbrucken neh-[*] Dr.


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