Beiträge zur Ueberführung substituirter Thioharnstoffe in Guanidine
✍ Scribed by Forster, Carl
- Book ID
- 102896020
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1875
- Weight
- 692 KB
- Volume
- 175
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Das erste, lange vur der Entdeckung des Goanidms durch St r e c k e r 3 synthetisck dargestellte substltuirte Guaiiidln war das von A. W. Nofmann ") im Jahre 1848 durch Bitiwirkung von Chlorcyan euf Anilin als Chlorwesserstoffverbindung erhaltene MeZanin Zehn Jlhre spliter+O*) erhielt H o f m a n n beim Erhiben von Carbontetrachloriir mit Anilin ferner das C'a+6o&a>hcnyZtnbmin welches sich als ein Triphenylguanidin auswies, als dersclhe Forscher f ) durch Erhitzen von Orthohobl~:nsfure%thyleste~ ader Chlorpikrin mit alkoholischem Ammoniak das einfache Guanidirr darstellte. Durch die von S t r e c k e r f+) bewerkstelligle Verbindung des Gyi.ocolls mit Cyanamid zu Olycocyamin war eine weiterc Methode fur die kunstliche Darstellung von Guanidinen gegebcn. V o I h a r d fe) Ghtto rnit Hiilfe derselbcn, wie S t r t: c k c r diefs schon vorausgesehen, das Mlethylglycocolf cider Sarkosin wieder in Kreatin Bber und E r l e n -2 N(COH,)& + QCN = CNa(CaH,),€I, -RCl. CCI, + 6 N(C,H,jH* = 3 N(C,&)H,Cl + CN,(CeH,),H,, HCI, *) Diem Annden la#, 165 und 159. -1 .J&paber. fiir CCemie n. a. H. f. IB! , I t . tt) Jabreaber. ftir CLemie u. a. w. f. 1 il, 680: dtrsrber. Rtr Chamie U. a. w. *) Daaelbet 81, 139. t) Dims hnnrlsn n8*, 109. ttt) Zeitschrin fiir Chsmic 1869, 818; f. lee& B5. m e y e r teigb *) dafs die so erhalknen Producte Guanidine eein miissen, da sioh das Guanidin selbst aus Amrnoniak und Cyanemid in ganz enaloger Reaction darstellen lBOt : Aus Chloruassersloff -Methylamin gewann er **) dss von D e s s ai g n e s ***I bei der Orydatioa voo Kreatin mit Quecksilberoxyd friiher entdeokte HetAylzcrarmin als ein Monometbylguanidin und stellte aus Anilin und Toluidin auch Monoyhenylguanidin iind Tolylguanidin dar. Im Jahre iM.1 entdeckte H of rii a n n +j eioe neue Metbode zur Darstellung tertiiirer Guenidine in der Zersetznng der eogenannfen Aether Jer Pseudocyanursirure durch Nstrium-Bthylat bei hdherer Temperalur. Nach der Gleichung : C,O,(NC,~,), + 4 NaOGH, Po r s t c r , Bdtrtiyc zur Uderfidhrung NH,CI + CN@, I CN,H, ECI. I C:N,(C,B,)IH, + 2 HqCOa + 4 C,H, + Ha0 srellte er niirnlich das Carbotriiithylt&ts.ialnin oder Tdithylguanidin dar. Sieben Jahre syiiter verwundelte ehenfails 11 ofin ann -H) das einfoche Guanidin it) arorrtrrtisclw Sutotitutionspruducb, indent er seine r.trl~rwasserstoliirerbiadu,ig tnit Anilin und Toluidin erhitzte. Ersteres liefertt! dabet ein mit dem Yelanilin isoaieres Biphenylpawidin CN,H,, BC1 + 2 N(CJH,)Hr = CN,((.',H,hH,. HC1 + 2 NH,. Zu diesen ~aistc:lluri~smethoden, nach welrhen auch von anderen als den pnannten Forscherri c%inige zu den substituirten Guanidinen gehiirige Verbindungen erhalkn wurden, trateri von i868 an cinigc! weitere Vcrtahrutigsweisen, welche *) Diere Annden 146, 468. -) Berichte der delitachen chemirehcn Qewhohaft 8, 896. *-I Diem Annden ma, 44?. $) Jaluerbar. f i i Cbemie u. Y. w. f. 1b61, 51s. ti-) Berichtu der deiibcben chamiechen Ciesellschnft 1, 146.
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