Beitrag zur fortpflanzungsbiologie und morphologie des genitalapparates von boreus hiemalis L.
✍ Scribed by Steiner, P.
- Publisher
- Springer-Verlag
- Year
- 1937
- Weight
- 876 KB
- Volume
- 32
- Category
- Article
- ISSN
- 0372-9389
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✦ Synopsis
Im Herbst 1932 hatte ich Gelegenheit, im Tharandter WMd (Sachsen) ein ziemlich h£ufiges Vorkommen des Winterbaften, Boreus hiemalis L., festzustellen. Diese giinstige Gelegenheit, des im Mlgemeinen nicht sehr h/iufigen Insektes habhaft werden zu k5nnen, veranlaBte reich, eine gr6Bere Anzahl der Tiers zu Zucht-und Beobachtungszwecken einzufangen.
Lebensraum. Die Fundstelle befindet sich an den H/~ngen des Tharandter Waldes, welehe mit Mten Buchen licht bewachsen ist. Der Boden besteht aus ziemlich kMkreichem grauen Gneis, der zu einem grusig lehmigen, zum Teil steinhMtigen Sandboden verwittert ist. Infolge der Steilhanglage ist der Bode~ wenig ausgelaugt und zeigt daher gute Humuszersetzung, soweit nicht 5rtliche Trockenheit und Windaushagerung mitspricht. (Abgesehen yon der Steilhanglage gehSren solche BSden zu unseren besten WMdbSden!) Als Untergrund zeigen die tt~nge Urgestein, welches stellenweise die den Boden bedeckende Streu durehbricht. Da der Buchenbestand nicht dicht gesehlossen ist, bietet das durchfMlende Licht verschiedenen Gr£sern und Moosen die M6glichkeit zu gutem Wachstum. So sind vor Mlem die den Boden durchbrechenden UrgesteinsblSeke fast fiberall mit dicken Moospolstern yon Mnium horhum iiberzogen. Besiedlungsdiehte. Die erste Sammelexkursion vom 30. 10.32 brachte nur eine geringe Ausbeute yon 8 c?c~ und 4 $ $. Da das Wetter kMt und regnerisch war, wurde nut etwa 1/2--3/4 Stunde gesammelt. Das unbefriedigende Ergebnis war woh] zum Teil auf die nagkalte Witterung, zum Tell auch auf die Tatsache zurfickzufiihren, dab ich bisher keine Ubung im Auffinden der Borei hatte. Das zweite Sammelergebnis vom 4.11. war dagegen fiber Erwarten groft. W£hrend ll/2stfindiger Sammelzeit in den Mittagsstunden yon 14 151/2 Uhr konnten 93 c~3 und 22 ~ ~ erbeutet werden. Die Witterung war trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit auBerordentlich warm, etwa 20 o C in der Sonne. 5 Tags spgter wurde wieder an derselben Ste]le ebenfalls in den ersten Nachmittagsstunden etw~ 2 Stunden ]ang gesammelt. Der Erfolg war
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