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Beitrag zur Analyse der Mischsäuren für die Cellulose-Nitrat-Erzeugung

✍ Scribed by E. Berl; W. Von Boltenstern


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1921
Tongue
English
Weight
512 KB
Volume
34
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


Mitteilung aus dem chem . lechn Laboratorium der T e c h Hochschule, Darmstadt.) Rei der Herstellung von Cellulosenitraten, besondkrs fur die Zwecke der Fertinunn von Kunstseide. Celluloid und rauchschwachen Pulvern kommt e s a&erordentlich daiauf an, dafi die als giinstigste Arbeitsverhaltnisse erkannten richtie eineehalten werden. Von besonderer Bedeutung ist in solchen Fallei die Festhaltung einer besonderen Mischsiiurezusammensetzune. so dai3 unter sonst nleichbleibenden Bedingnngen jene Abfafisaure resultiert, welche die Eigenschaften des Cellulosenitrats brstimmt. Es ist ja bekannt, dai3 nicht die Ausgangssiiure, sondern die Endslure die Zusammensetzung des Cellulosenitrates definiert, sofern es sich um einen Nitrierprozefi handelt, bei welchem zwischen Cellulosenitrat und Mischslure der Gleichgewichtszustand eingetreten ist Meistenteils wurden bisher zur Festlegung der Zusammensetzung von Nilriersfiuren, Schwefelsaure, Falpetersiiure und niedrige btickstoffsauren in der Mischslure bestimnit. Angewendet wurden zur Bestimmung entweder nach b rmittlung der Gesamtaziditat, die den wertvollen Bt slandteil, d. i. die Salpe'erslure direkt ermittrlnde Nitrometermethode (vgl. L u n g e und B e r l , Ztschr. f. angew. Chem. 18, 1681 [IUOJ], Chem.-Ztg. 31, 4b5 [1907]), oder die Methode i o n S c h l t i s i n g -G r a n d e a u , oder aber die Griesheimer Abrauchmethode, welche die Salpeterslure aus der Differenz der Gesamtaziditat und der beim Abrauchen der StickstoffsEuren zuriickbleibenden Schwefrlsaure ermittelt.

Die in der Technik zur Anwendung gelangenden Nitriersauren zirkulieren slandig, d. h. die Abfallsauren werden durch konzentrierte Vcrstarkungssiiuren wiederum auf den ursprunglichen %&and aufgefrischt und je nacIAdem, ob ein saureitberschuij oder ein Sauredefizit vorhanden ist, der Uberschufi eliminiert und fur andere Zwecke verwendet, oder aber die fehlende Saure durcli frische Siiuren erganzt. Durch die \ erunreininunnen des zu nitrierenden Materials. dann aber auch durch die oxydanre-Einwirkung der Sitriersaure auf das Cellulose. material, schliefilich durch Mitreifien von nitriertem Cellulospmaterial in die Ahfalls>iure verursacht, findet im Laufe der Zeit eine Anreicherung der Gebrauchssaure mit organischen Stoffen statt. Sofern nicht anormale Nitrierbedingungen gewahlt werden (hohe Nitrierlemperaturen, lange Nitrierzeiten, sehr wasserreiche Mischsauren) reichern sich diese organischen Stoffe in den Nitriersauren bis zu einern gewissen Gehalte an. HRufig pflegt dieser Gehalt an organischer Substanz im Winter geringere, im Sommer hbhere Hetriige anzunelimen, was wohl durch die schwlchere oder starkere Einwirkung der Nitriersaure auf das in die Saurehehiilter mechanisch rnitgerissene, feinverteilte nitrierte Material ZLI erklaren sein durfte.

Die organische Substanz, welche durch Permanganatverbrauch erniittelt werden kann, liegt, soweit nian sehen kann, in verschiedener Form vor. Ein Teil der organischen Substanz ist relativ leicht, durch Pt rnianganat oxydierbar, wahrend ein andrrrr Teil erst durch Kochen rnit Perinanganat vollstlndig in Kohlenslure und Wasser, oder in andere grgeniiher Permanganat bes andige Endprodukte iibergefuhrt werden kann. Das VerhHltnis der leichtoxydablen zur schweroxydablen organischen Materie schwankt, und zwar ist urn so mehr leichtoxydable oreinische Substanz vorhanden, ie stiirker der Eingriff der Nitriersiiure auk das Celluloseniolekiil stattfinden konnte. Es ist nicht m6inlich. den Permanganatverbrauch, soweit er durch die Oxydation der irga: nischen :wbstanz verursacht wird. mit Exaktheit auf eine definierte


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## Abstract In Fortsetzung der Bearbeitung der Abteilung D, technische Fettsäuren, der DGF‐Einheitsmethoden werden im folgenden die Entwürfe weiterer Methoden zur Analyse technischer Fettsäuren mitgeteilt. Es wird gebeten, Verbesserungs‐ und Abänderungsvorschläge bis zum 15. 4. 1960 dem Berichterst