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Asymmetrische Synthesen, III. Die asymmetrische Strecker-Synthese von aliphatischen α-Methyl-α-aminosäuren

✍ Scribed by Weinges, Klaus ;Stemmle, Berthold


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1973
Tongue
English
Weight
367 KB
Volume
106
Category
Article
ISSN
0009-2940

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✦ Synopsis


Abstract

Alkylmethylketone 1 werden mit [4__S__; 5__S__]‐(+)‐5‐Amino‐2,2‐dimethyl‐4‐phenyl‐1,3‐dioxan (2) und Natriumcyanid/Eisessig in Methanol zu den Aminonitrilen 3 umgesetzt und über die Lactone 4 in die entsprechenden optisch aktiven α‐Methyl‐α‐aminosäuren 5 übergeführt. Durch Vergleich der ORD‐Kurven von 5 mit denen bereits bekannter, strukturell ähnlicher Aminosäuren wird ihre absolute Konfiguration bestimmt. Beim Einsetzen von Ketonen 1 mit geradzahliger Kohlenstoffkette im Alkylrest R entstehen α‐Methyl‐α‐aminosäuren 5 mit S‐Konfiguration, während Ketone 1 mit ungeradzahliger Kohlenstoffkette im Alkylrestes R α‐Methyl‐α‐aminosäuren 5 mit R‐Konfiguration liefern. Bei Verzweigungen des Alkylrestes R in 1 ist die Anzahl der Kohlenstoffatome der längsten Kette maßgebend. Die Konfiguration der α‐Methyl‐α‐aminosäuren 5, die aus den Aminonitrilen 3 entstehen, läßt sich aus der chemischen Verschiebung der Protonen dcr α‐Methylgruppe von 3 voraussagen. Über den stereochemischen Reaktionsverlauf bei der Bildung des neuen Chiralitätszentrums kann bisher keine Aussage gemacht werden.


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