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Aminosäuren und Peptide, XIII. Darstellung aktiver Pyridyl-(3)-ester N-geschützter Aminosäuren und Peptide sowie deren Anwendung zur Peptid-Synthese

✍ Scribed by Taschner, Emil ;Rzeszotarska, Barbara ;Lubiewska, Lucja


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1965
Weight
284 KB
Volume
690
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Eingegangen am 21. Mai 1965

Pyridyl-(3)-ester N-geschutzter Aminosauren bzw. Peptide (Tab. 1) werden mittels 3-Hydroxypyridins bevorzugt nach der Dicyclohexylcarbodiimid-Methode dargestellt und mit Aminosaureestern in die entsprechenden N-geschhtzten Peptidester (Tab. 2) verwandelt.

Zur Aktivierung der Carboxylgruppe N-geschutzter Aminosauren oder Peptide werden p-Nitro-phenylester verwendet 1). Die Abtrennung des im UberschuB angewandten p-Nitro-phenylesters sowie des wahrend der Reaktion frei gewordenen p-Nitro-phenols vom Hauptprodukt ist oft miihsam und verlustreich.

Die Beobachtung z), daB Amine mit Hilfe von 2-oder 3-Acetoxy(Benzoxy)-pyridinen acyliert werden konnen, warf die Frage auf, ob statt der p-Nitro-phenylester nicht besser Ester von Hydroxypyridinen zur Aktivierung der Carboxylgruppe herangezogen werden konnen. Solche Ester sollten in ihrer Aktivitat derjenigen der p-Nitro-phenylester nahestehen, aber den Vorteil haben, in verd. Sauren loslich und daher von den N-geschiitzten Peptidestern leicht abtrennbar zu sein. Ferner konnten die wahrend der Aminolyse entstehenden Hydroxypyridine mit verd. Sauren oder Wasser vom Hauptprodukt glatt entfernt werden.

Von diesem Standpunkt aus haben wir mit Hilfe von Dicyclohexylcarbodiimid3~ (DCCI) oder Chlorameisensaureester4) 3-Hydroxy-pyridinester N-geschiitzter Aminosauren und Peptide dargestellt (Tab. l), wie im Versuchsteil beschrieben ist. Die Pyridyl-(3)-ester wurden als dickfliissige, farblose oder gelbe Ole erhalten, die im Eisschrank langsam kristallisierten. Wir haben nicht danach getrachtet, diese Ester in kristallisierter Form zu erhalten, sondern sie ohne weiteres zur Peptid-Synthese verwendet ,


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## Abstract Bei der Reaktion von Benzyhydroximsäurechlorid (**2**) mit N‐geschützten Aminosäuren bzw. Peptiden in Form ihrer Silbersalze **1** oder in Anwesenheit tertiärer Amine entstehen aktive Benzyhydroxamester (**3**; Tab 1), die der Aminolyse zu Peptiden (Tab. 3) unterliegen. Die Peptide sind