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Übergang von Sterinen in aromatische Verbindungen

✍ Scribed by Dr. H. H. Inhoffen


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1940
Tongue
English
Weight
721 KB
Volume
53
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


Die Gewinnung der saurcn Produkte aus Geraniol ist z. B. folgendermakn durchgefiihrt ord den'^) : Der Harn wird zunachst mit gesattigtem Barytwasser versetzt, solange noch ein Niederschlag ausfdlt, bis zurn beginnenden Sieden erhitzt, abgesaugt m d die Fallung mit he&m Wasser gewaschen. Nach dem Versetzen des Filtrats mit Bleiessig ibis nichts mehr ausfallt) wird die Bleifillung kalt filtriert, mit kaltem Wasser gewaschen und in der Kiilte mit Schwefelwasserstoff zerlegt. Die Bleisulfidniederschlage werden 3 4 m a l mit Wasser ausgekocht und die erhaltenen Lijsungen zusammen mit dem ersten Filtrat eingeengt. Dabei scheidet sich die H i l d e b r a n d t -S a u r e zum allergroljten Teil in schneeblumenartigen Nadelchen ab; nur eine kleine Menge findet sich in dern ausfallenden, dunkelbraun gefarbten 01, aus welchem die Dih y d r o -R i Z d e b r an d t -S a u r e durch Aufnahme in Ather, Verdampfen des Msungsmittels, Entfiirben ihrer wanrigen Losung mit Tierkohle isoliert wird (Gesamtausbeute an beiden Sauren 27% d. Th.). Zur vollstandigen Gewinnung der im Harn enthaltenen atherloslichen Stoffeg8) und Unterscheidung von gepaarten und nicht gepaarten Anteilen wird der schwach alkalisch reagierende H a m zunachst unverandert mit Ather ausgezogen, d a m nach dem Ansauern mit Schwefelsaure bis zur kongosauren Reaktion 20 min z u m Sieden erhitzt und nochmals erschopfend mit &her extrahiert. Die Sauren werden mit verdiinnter Natronlauge den beiden Atherextrakten entzogen, die Neutralteile nach dem Waschen. Trocknen und Verdampfen gewonnen. Die weitere Reinigung geschieht durch Destillation im Hochvakuum.

SchluB .

In dem vor hundert Jahren in Liebigs Annalen gegedruckten Aufsatz iiber ,,Das entratselte Geheimnis der geistigen Giihrung"88) beschreibt S. C. H. Winder ( F . WBhZer), wie Bierhefe sich zu kleinen Tieren entwickelt, in Gestalt einer Beindorfschen Destillierblase (ohne den Kiihlapparat), die durch ihren mit Borsten besetzten Saugriissel Zucker fressen und aus dem Darmkanal Weingeist, aus den Hamorganen Kohlensaure entleeren. Die Satire galt den mikroskopischen Beobachtungen von Th. Schwann und Cagniard de Latour.

Die ,,mechailistische" Auffassung Liebigs ist unterdessen schon langst mit der , ,vitalistischen" Theorie zusammengeschmolzen, und heute zweifelt der Chemiker nicht daran, dal3 Mikroorganismen, wie in diesem ,,SpaB iiber die G arung"1oo), als chemische Fabriken, d. h. zur Durchfiihnmg spezifischer Umsetzungem angewendet werden konnen, und er erwartet durch weitere Untersuchung ihres Stoffwechsels und ihrer Fermentsysteme die Auffindung neuer Moglichkeiten.


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