𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Über Wasserstoffpersulfid. I. Geschichte und rohes Wasserstoffpersulfid

✍ Scribed by Bloch, Ignaz ;Höhn, Fritz


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1908
Weight
620 KB
Volume
41
Category
Article
ISSN
0365-9631

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Ignas Bloch und F r i t z Hiihn: fher Wasserstoffpersulfid. I. Geechichte und rohes WasserstofPpersulfid 9. (Zum Teil mitbearbeitet TOTI H e r b e r t S a n t n i a n n . ) (Eingeg. am 27. Mai 1908: vorgetr. i. d. Sitz. v. I!. Md von Hrn. J. Bloch.) Als ,WasserstoffpersuIfida bezeichnet man das olige Produkt, das aus Losungen der Polysulfide vou Alkali-oder Erdalkalinietallen und aus Polysulfiden organischer Basen, z. B. Strychninpolysulfhydrat, mit iiberschiissiger Saure entsteht. Es zerfallt leicht in Schwefel und Schwefelwasserstoff und ist daher je nach dem Verfahren bei seiner Herstellung von verschieden groQem Schwefelgehalt. Ein einheitliches Polysulfid des Wasserstoffs war bis jetzt nicht erhalten worden. Das Wasserstoffpersulfid a) ist 40 Jahre alter als das Wasserstoffperoxyd. S c h e e l e a ) entdeckte es im Jahre 1777 im Laufe seiner Arbeiten iiber die Phlogistierung des Schwefels. Er schreibt: BGieBt m a n zu einer Schwefelauflosung in Alkali vie1 Saure auf einmal, so entstehet weniger stinkende Luft (HsS), und man wird ein dunnes bl in dieser Misqhung gewahr; doch dieses 6 1 halt sich nicht bestandig fliissig, sondern wird in freyer Luft bald dick und hart. Es scheint, d a b die viele SBure das Alkali zu geschwinde raubet, und da alsdann keine oder nur eine geringe Dekornposition des Schwefels moglich ist, so erhalt die Hitze hier zu wenig Phlogiston, um den schweren Schwefel in einen lnftiihnlichen Dunst auszudehnen, es ist nur bloa der Anfang dazu gemacht, es entstehet ein 01.0: Die kurze Notiz zeigt, daS S c h e e l e sich schon iiber die Hauptbedingung bei der Bildung des Wasserstoffpersulfids, den S a u r e i i b e r s c h u B , in1 klareu war. Nech S c h e e l e befaaten sich B e r t h o l l e t 4 ) und B e r z e l i u s mit dem Ratper. Letzterer gibt in seinem Lehrbuch5) schon eine recht gute I) Vergleiche die demnfchst erscheinende Dissertation von F. H b h n , Miinchen. a) Wir wollen gleich hier bemerken, daB die Literatur iiber diesen K6rper in fast allen Hand-und Lehrbiichern unvollstandig oder falsch ange-Whrt ist. Auch in dem neu erschienenen Handbuch von Gmelin-Kraut, in welchem die Schwefelverbindungen sonst, soweit wir das beurteilen khnen, in sehr guter Weise zusammengefallt sind, fehlen einige nicht unwichtige Daten. Bei Beriicksichtigung der gesam t e n Literatur tritt eine n-esentliche Verschiebung in der Auffassung des Wasserstoffpersulfids ein. 3) Von der Luft und dem Feuer, S. 153, Ausgabe Ton H e r m b s t a d t , Berlin 1793, S. 242. 4) Ann. chim. phys. [I] 25, 248 [li98].


📜 SIMILAR VOLUMES


Über das Wasserstoffpersulfid
✍ Schenck, Rudolf ;Falcke, V. 📂 Article 📅 1908 🏛 Wiley (John Wiley & Sons) ⚖ 206 KB