𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Über Verrenkungen und Pfannenbrüche des Hüftgelenkes unter besonderer Berücksichtigung der Spätfolgen

✍ Scribed by J. Rehn; W. Schramm


Publisher
Springer
Year
1967
Tongue
English
Weight
691 KB
Volume
62
Category
Article
ISSN
1434-3916

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Bei dem Versuch der Einteilung der Hiiftgelenkstraumen m einzelne nach der Verletzungsart zu bestimmende Gruppen, wie z.B. die reine Luxation, die Luxationslrakturen , die zentralen Luxationen und die P]annenbriiche ohne Luxation des Schenkelkop/es, st6$t man auf Sehwierigkeiten, da in der Literatur bisher keineswegs Einigkeit dar/iber herrscht, welohe Verletzungsformen im einzelnen der jeweiligen Kategorie zuzureohnen sind. Die glteste Einteilung der Verrenkungen des Hiiftgelenkes stammt yon ttippokrates. Er beschrieb eine Verrenkung des ttfiftkopfes nach aul~en oder in~en, naoh vorn oder hinten. Dieses Schem~ hat auch hente grundsgtzlieh noch G/iltigkeit. Eine Einteflung yon v. LA~VZ u. WACHS~VT~ hat die Stellung des luxierten Kopfes in Beziehung zum Becken zur Grundlage. Andere Autoren entwickelten in der letzten Zeit Einteilungen, die neben anatomischen Gesiohtspunkten auch therapeutisohe und prognostische Aspekte berticksichtigen (Au~sTUO~G ; L. BSEL~u; B~Av; CA~rCHOIX u. Tu~rc~T; M~uL~ D'Aw~mzv~; TuoM~'so~ u. EPSTE~ZV). In dieser Arbeit haben wir uns an das yon L. BS~L~U entwickelte Einteilungsprinzip gehalten. D~bei mul~ man beriicksichtigen, dal~ es bis heute keine allgemeinverbindliche Begriffsbestimmung der sogenannten zentralen Luxation gibt (v. DRosT~; WECUS~n-~Ua~). I)er Ausdruck zentrale Luxation wurde zum ers~enmal 1882 yon K~6~ geprggt. Wghrend Am~oa~ in der Tatsache, da$ der Femurkopf mindestens mit seiner grSl~ten Ciroumferenz ins kleine Becken ragt, das entscheidende Kriterium fiir eine zentrale Luxa~ion sah, zghlt W~s auch solche Fglle zu den zentr~len Luxationen, bei denen der Kopf mit der Pfanne ins Becken verschoben ist. KL~EUO unterschied Acetabulumfrakturen mit und ohne Kopfverschiebung. K~rs~Ma~u und in ghnlicher Weise v. D~o ST~ spreohen dann yon einer zentralen Lnxation, wenn der Kopf nach medial verschoben ist. Auoh bei der Einteilung der zentralen Luxationen haben wir in dieser Arbeit das Schema yon L. BSUL~ zugrunde gelegt. Er unterscheidet-1. Pf~nnenfrakturen, bei denen der ttiiftkopf gegeniiber dem nicht gebrochenen Pfannendach nuch zentral luxiert oder subluxier~ ist, 2. eine Pfannenfraktur, bei der der Kopf gegeniiber dem Pfannendaoh nicht luxiert oder subluxiert ist, aber zusammen mit der frakturierten Pfanne naeh cranial und medial versohoben is~ und 3. Briiche, die eine Kombination der Gruppe 1 und 2 darstellen, d. h. bei denen Kolof und Pfanne naoh cranial und medial verschoben sind und aul~erdem der tIiiftkopf gegertfiber dem Pfannendaoh subluxiert ist. * tterrn Professor Dr. reed. E. R~u~ zum 87. Geburtstag gewidme~.


📜 SIMILAR VOLUMES