Über Umsetzungsprodukte von Chloral-halbmercaptalen
✍ Scribed by Böhme, Horst ;Lohmeyer, Harm-Dieter ;Wickop, Joachim
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1954
- Weight
- 676 KB
- Volume
- 587
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Bei der Umsetzung von Aldehyden und Mercaptanen entstehen in der ersten Phase Halbmercaptale, deren Isolierung ohne Schwierigkeit gelingt , wenn das der Carbonylgruppe benachbarte Kohlenstoffatom stark negative Schlusselatome triigt. Am langsten bekannt sind die kristallinen Halbmercaptale des Chloralsl), deren Bestandigkeit damit im Zusammenhang stehen diirfte, da13 das Wasserstoffatom der Hydroxyl-Gruppe stark positiviert ist. In Analogie zuUntersuchungenvon H.Meerwein, Th. Bersinund W. Burne-leit2) an den Halbacetalen des Chlorals werden auch die Halbmercaptale durch Diazomethan methyliert. Man erhalt auf diese Weise Mono-thio-acetale des Chlorals (I), die sich durch Oxydation mit Phthalmonopersaure3) in kristalline Sulfone (11) uberfuhren lassen. CCl3-CH (OCH3)-S-R CCl,-CH(OCH.q)--SO*-R I 11 5 OH---+ 3 C1-+ R--SO,--+ (CH30)CH(OH)-COO-TI1 Beim Erhitzen der Sulfone mit alkoholischer Kalilauge werden 5 Aquivalente davon verbraucht. Drei dienen davon, wie e k e argentometrische Titration lehrt, zur Neutralisation von gebildetem Chlorwasserstoff. Ein weiteres Aquivalent wird durch Abspaltung eines Sulfinsaurerestes verbraucht ; in der Verseifungslosung lLBt sich, wenn man vom Athyl-Derivat ausgeht, das athansulfinsaure Salz durch Erhitzen mit Benzylchlorid in Athyl-benzyl-sulfon uberfuhren und als solches identifizieren. Das letzte Aquivalent Lauge durfte durch das ubrigbleibende Halbacetal der Glyoxylsaure (111) oder Umwandlungsprodukte davon verbraucht werden. Durch Umsetzung der Halbmercaptale des Chlorals mit Chlorierungsmitteln wie Phosphorpentachlorid oder Thionylchlorid bei *) Herrn Prof. Dr. H. Meerwein zum 75. Geburtstag gewidmet. l ) C. A. Martins u. P. Mendelsohn-Bertholdy, Ber. dtsch. chem. Ges. 3, 0 ) Ber. dtsch. chem. Ges. 62, 1008 (1929). 3, H. Bohme, Ber. dtsch. chem. Ges. 70, 379 (1937).
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