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Über topotaktische Gefüge

✍ Scribed by Prof. Dr. W. Kleber


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1967
Tongue
English
Weight
568 KB
Volume
2
Category
Article
ISSN
0232-1300

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✦ Synopsis


Uber topotaktische Gefiige

Utiter topotaktischen Reaktionen verstehen wir solche Kristallreaktionen, bei denen als Rcaktionsprodukt eine kristalline Phase auftritt, die durch eine Orientierungsbeziohung (Strrikturrelation) mit dem kristallisierten Ausgangsprodukt verbunden ist. Die Abb-nzung zur Epitaxie erfolgt im allgemeinen in der Weise, daI3 bei epitaktischeti Ahscheidiingen das Substrat im wesentlichen unbeeinfluflt bleibt. Topotaktisciie Rcaktionen werden im allgemeinen durch eine heterogene Keimbildung an der Grenzflhchc des Trhgers oder auch im Substrat eingeleitet, wobei eine bevonugte Kcirnindriktion iiifolge struktureller Affinitriten der beiden Partner unter Konservierung twst immter Bauelemente des Substrats eine entsprechende Rolle spielt. Dabei wird ( I in den meisten Frillen nicht zu einer idealen Einkristall-Einkristall-Ko~el~tioti kommcn, sondern es sind Cefiigeregelungen oder Textur-Abbilduiigen des Castkristallisats zii crwarbn (topotaktiwhe Reaktionsgefiigc bzw. .,topotactic reactions fabrics"). Folgcnde Bcispiele werdcn diskutiert: 1. Eine Toxtur bzw. Gefugeregclung des Umwandlringsproduktes bei dcr Trannformation Aragonit +Calcit konnte bereits 1939 im Rontgendiagramm und polarisationsmikroskopisch nachgewiesen werden.


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