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Über stereochemische Zusammenhänge zwischen Alkaloiden aus Lobelia inflata L.; ein Beitrag zur Biogenese des Lobelins

✍ Scribed by Schöpf, Clemens ;Schenkenberger, Ernst


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1965
Weight
328 KB
Volume
682
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Eingegangen am 6. Juli 1964 Durch Abbau zu Sedamin wird gezeigt, daB das natiirliche Lobelin zur sterischen Reihe des Sedamins gehort. Da die Nebenalkaloide (-)-8-Phenyllobelol-1 und die entsprechende Nor-verbindung zur Reihe des Allosedamins gehoren, konnen sie nicht Vorstufen der Biogenese des Lobelins sein. Die Stereoformel des Lobelanidins wird angegeben. In Lobeliu inflata L. konimen neben dem Hauptalkaloid, dem (-)-Lobelin [III; (-)-cis-8. 10-Diphenyl-lobelionol-I I)], zahlreiche Nebenalkaloide vor, darunter das ( -)-8-Phenyl-lobelol-I [I ; ( -)-Allosedamin] 2 ) und die entsprechende Nor-verbindung gleicher Konfiguration, das im Gegensatz zu I rechtsdrehende (+)-8-Phenylnorlobelol-1 [( +)-Nor-allosedamin]3). Vom 8-Phenyl-lobelol-I (I) unterscheidet sich das Lobelin (III) nur durch den zusatzlichen Phenacylrest in 6-Stellung. Wir haben nun gepruft, ob diesem formalen Zusammenhang entsprecliend Lobelin in der F'flanze in der Weise entstehen konnte, da8 diese zunachst (-)-8-Phenyl-lobelol-I (I) aufbaut, das dann in 1.6-Stellung zurn quartaren Salz I1 dehydriert wird, das weiter mit Benzoylessigsaure unter zellmoglichen Bedingungen 2.4) zu Lobelin reagieren konnte.

Bei einem solchen ubergang mu8 die Konfiguration an C-2 und C-8 erhalten bleiben. Es war also zu prufen, ob die Konfiguration dieser Asymnietriezentren im Lobelin (111) derjenigen im ( -)-8-Phenyl-lobelol-I entspricht.