Über seltene Verrenkungsbrüche des Ellbogens
✍ Scribed by Emanuel Trojan
- Publisher
- Springer
- Year
- 1956
- Tongue
- English
- Weight
- 424 KB
- Volume
- 48
- Category
- Article
- ISSN
- 1434-3916
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✦ Synopsis
Als Ergi~nzung zu vorstehender Arbeit fiber die Behandlung der Verrenkungsbrfiche des Ellenbogens sei der folgende Beitrag gegeben. Im Laufe des Jahres 1954 hatten wit im AUKH Wien XX Gelegenheit, zwei seltene Fi~lle zu behandeln, die Komplikationen aufwiesen, wie wir sie in den ersten 27 Jahren seit Bestehen des Krankenhauses noch nieht zu sehen bekommen hatteno Der eine Fall war ein Bruch der Elle mit Verrenkung des SpeichenkSpfchens nach vorn (MoNT~OOIA), kombiniert mit einem Speiehenschaftbruch. Der zweite Fall war eine Verrenkung des Ellbogens nach hinten, kombiniert mit einem Bruch des Ellenschaftes und Bruch des SpeiehenkSpfchens und des Kronenfortsatzes der Elle. Wegen ihrer groBen Seltenheit sollen beide F~lle in Kfirze beschrieben werden. Fall 1. 7jghriger Knabe, am 20. 7. 1954 Sturz anf den rechten Arm. Erlitt dabei einen Verrenkungsbrueh des Ellbogens mit Radialisli~hmung. Einlieferung in ein auswgr~iges Krankenhaus. Dort wurde die Verletzung richtig erkannt und vergeblich versutht, den Verrenkungsbruth einzurichten. Am 24. 7. 1954 Uberweisung ins AUKH XX, versorgt mit einer provisorischen Oberarmgipsschiene. Befund hath Gipsabnahme. mi~Bige Sthwellung des Vorderarmes und Ellbogens ohnt st/irktre Deformierung, Radialisl/ihmung. RSntgenbefund-Sehr~gbrueh beider Vorderarmknochen, nnd zwar der Speithe in Schaftmitte, der Elle an der Grenze mittleres-proximales Drittel ohne nennenswerte Seitenverschiebung; an der Speiehe ein radial oftener Winkel yon 10 °, an der Elle keine Achsenknickung. Des Speithen-kSpfchen war nach volar-radisl luxier~. Mit anderen Worten, es war ein Bruth der Elle mit Verrenkung des SpeichenkSpfchens nach vorne (Monteggia) kombiniert mit einem Speichensthaftbruch (Abb. la u. b). In Allgemeinnarkose wurde zuniichst die Reposition in der fibliehen Weise dutch Zug und Gegenzug versuch~, ghnlith wie bei der Einrichtung yon typischen Speiehenbriichen. Die Finger wurden mi~ sogenann~en Mgdchenf/~ngern an einem Biigel befestigt, mit Hilfe einer Gnrte am Oberarm bei rechtwinkelig gebeugtem Ellbogen tin Gegenzug yon 5 kg durch 10 rain ausgeiibt und dureh dirtkten Druck auf das SpeiehenkSpfchen die Einrichtung versucht. Wegen des gleichzeitigen Speithenschaftbruches gelang die Einrith~ung auf diese Weise nicht. Nun wurde ein 1,5 mm dicker Kirschnerdraht durch das proximale Speichenbruchstfiek gebohr% daran ein Biigel angebratht und an ditsem tin manueller Zug n~ch peripher ausgeiib~. Gleichzeitig wurde der Ellbogen allm/ihlich gestreckt. Dann wurde der Ellbogen wiedtr langsam gebeugt nnd mit dem Daumen der anderen Hand ein direkter Druck auf das luxierte SpeichenkSpfchen yon volar ausgeiib~. Auf diese Weise gelang es. das SpeithenkSpfchen zu reponieren: unter hSrbarem Schnappen sprang es ins Gelenk ein, Die 1%Sntgenkontrolle ztig~e dgs SpeichenkSpfchen an rithtiger Stelle (Abb. le u. d). Anlegen eints Oberarmgipsverbandts nnd Entftrnung des Kirsthnerdrahtes aus dem proximalen Sptichenbruchsttitk. l~ach 17 Tagen zeigte die RSn~genkontrolle eine starke Varusstellung
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