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Über Seitenfortsatz-Mißbildungen der Lendenwirbelsäule

✍ Scribed by Paul-Werner Schneider


Publisher
Springer
Year
1958
Tongue
English
Weight
365 KB
Volume
49
Category
Article
ISSN
1434-3916

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✦ Synopsis


Kfirzlich haben DE CUVELAND und SPERLING zusammenfassende Darstellungen fiber Spangen-bzw. Brfickenbildungen der Lendenwirbels&ule gegeben, eigene F~tlle hierzu mitgeteilt und den Versueh einer Analyse fiber die Herkuaft derartiger knScherner Vergnderungen unternommen.

Bei DE CUV]~LA~D handelt es sich um eine groge caudalgeriehtete Knoehenspange, die veto Seitenfortsatz des L 2 ausgeht und zum L 3 ehm Brfieke bi]det. Der untere Ast der Gabe] wird als Styloidfortsatz --einem Rippem'ndiment vergleichbar --angesprochen. In der Anamnese ist ein Trauma nieht zu eruieren.

Der Prec. styloideus ist mit dem Prec. accessorius identisch. Er sitzt dorsal an der Basis des Seitenfortsatzes und ist normMerweise hSchstens 3--5 mm l~ng (GffNSEn). Nach L]~DDA finden sich in etwa 7% al]er LWS VergrSl3erungen dieser Forts&tze auf etwa 1,5 cm L&nge, meist gleichzeitig an mehreren LWK und fast immer symmetrisch.

SPERLING teilt den Fall eines 38jghrigen Mannes mit, der vor 10 Jahren ein Trauma --Sturz yon etwa 3-4 m HShe ~uf den lgficken --erlitt. Nach jahrelanger Besehwerdefreiheit traten Schmerzen in der LWS auf, die nach rechts ins GesgB und Bein ausstrahlten, l%Sntgenologiseh fand sich eine Spangenbildung zwischen den Seitenfortsgtzen L 2 und L 3 sowie L 3 und L 4 reehts mit Gelenkbfldung zwischen L 2 und L 3. Gedeutet wurde diese Vergnderung zungehst als ,,echte hohe Sakralisation". Interessa,nterweise wurden wegen der nicht beeinflugbaren Beschwerden die Spangen entfernt und autoptiseh untersucht. ])as Ergebnis zeigte, dab es sieh um eine Mil~bildung und nicht um traumatische Vergnderungen handelt.

1956 wird yon BR~uz~ ein ghnlicher Fall mitgeteilt, bei dem ebenfalls vet 10 Jahren em Trauma vorausgegangen ist. Die stumpfe Gewalteinwirkung wird in die Gegend der reehten Itiifte und Niere lokalisiert. RSntgenologisch liegen ausgedehnte Vergnderungen an den Seitenfortsgtzen mit z.T. spangen~rtigen Seheingelenkbildungen vor. BRAu~ faBt diese knSehernen Ver~nderungen der Seitenforts~tze als ,,reaktiv" im Sinne einer Traumafolge auf und weist auf ihre Bedeutung und Kermtnis in der Begutaehtung bin.

Paravertebrale Atypien im Lumbalbereieh sind ferner u.a. yon GY6RG¥I, KE~ST~E~, LSH~, MEVES, NEU~a~N und t~SVEKAMP beschrieben worden.

Bei I~SVEKaMF handelt es sieh um eine Verplumpung der reehten Seitenforts/itze, die miteinander gelenkig korrespondieren. Die so ver/~nderten Forts~tze erinnern im a.p.-Bild an die Dornforts/~tze der LWS bei der typisehen Baastrupsehen


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