𝔖 Bobbio Scriptorium
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Über Schmieröle, Lagerreibung und Reibungsversuche

✍ Scribed by Oberingenieur Duffing


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1922
Tongue
English
Weight
489 KB
Volume
35
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


In uncerer Volkswirlschaft spielt heute die Nutzbarmachung der Energie, die Verteilung der Energie und die sparsame Verwendung der Energie eine ungeheuere Rolle. Jeder Energieverlust bedeutet eine weitere Verminderung unseres ohnehin bedenklich zusammengeschmol-reoen Nationalverm6gens nnd eine weitere Vergr66erung unserer Schuldenlast. Es ist daher ganz nattirlich, daB man Ausschtisse und Prtifungsstellen gegriindet hat, welche die Aufgabe haben, unsere Energiewirtschaft von Irrwegen abzuhalten und rationell w gestalten. Die Aufgabe ist keine leichte, und die angestrebte Qesamtwirkung kann leicht illusorisch werden, wenn an einzelnea Stellen z. B. bei Verbrennungsvorgtlngen sparsam gehaust wird, wtlhrend an anderen Stellen, z. B. bei der Schmierung von Maschinen unwirtschaftlich verfahren wird.

Von diesem letzten Punkt sol1 hier die Rede sein, obwohl ich in der kurzen zur Verfligung stehenden Zeit keine erwh6pfende Darstellung des Gegenstandes geben kann.

Wo Bewegung ist, da tritt auch Reibung und damit ein Verlust an Energie auf. Um diesen Verlsst bei Maschinen herabzudriicken, strebt man an, nicht Metall auf Metall gleiten zu lasseo, sondern man schaltet zwischen die Gleitfliichen ein Zwischenmittel ein, was weniger Reibung verursacht, d. h. man schmiert.

Das Schmiermittel hat zwei wesentliche Anfgaben zu erfltllen: 1. Es mub dem Druck widerstehen, der den Zapfen gegen die Lager-2. der Deformation seiner kleinsten Teilchen m6glichst geringen Diese Anfordernngen widersprechen einander, denn Punkt 1 verlangt eine hohe Ztlhigkeit, Punkt 2 eine niedrige Zlhigkett des Schmiermittels. Auch quantitativ ist gewisse Vorsicht am Platze, denn schmiert man zu wenig, so steigt bei der Maschinenzentrale der Kohlenverbrauch, schmiert man zu viel, so gehen 01 und damit die zu dieser Verarbeitung aufgewendeteu Kohlen verloren. SchlieSlich ist ein BetriebsfUhrer, dessen Betrieb keine StUrung vertriigt, eher geneigt, reichlich zu schmieren, als an Schmiermittel oder Kohle zu sparen. Man muS hier also genau wissen, was man will, um den richtigen Weg zu erzielen.


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