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Über Schardingers Dextrine aus Stärke

✍ Scribed by Freudenberg, Karl ;Plankenhorn, Erwin ;Knauber, Hermann


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1947
Weight
618 KB
Volume
558
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Aus dem Chemischen Institut und dem Institut fur die Chemie des Holzes und der [Eingegangen am 6. Dezember 19441 Polysaccharide der Universitat Heidelberg) Preudenberg, Plankenhorn and Knauber stucke des Starkeabbaus, sowie solche Anteile, die mit hydrophoben Beimengungen schwer losliche Addukte bilden. So haben E. J. Wilson jun., Th. J. Schoch und C. S. Hudson2) gefunden daB Fette, dieder Starke anhaften oder zugesetzt werden, derartige Fallungen stark vermehren.

R. W. K e r r und seine Mitarbeiter3) haben dieses Gemisch y-Amvlose genannt. Da es sich um kein Individuum handelt, ist die BezeichAung ,,y-Amylose" unzweckmaBig, zumal der Buchstabe y von uns schon friiher fur das individuelle y-Dextrin verwandt worden ist. Zu dieser Gruppe gehort auch ein kristallisierendes, sehr bestandiges Addukt von B-Dextrin mit Toluol, das dann auftritt, wenn die verwendeten Macerans-Ausziige rnit Toluol vor Infektion geschutzt waren.

Als regelmafiiger Bestandteil des Schlammes tritt ein schwer losliches, kristallisierendes Dextrin in geringer Menge auf, das wir im Hinblick auf seine Kristallform -schiin ausgebildete sechseckige Tafeln und Blattchen -s-Dextrin nennen wollen. Es ist identisch mit dcr von H. Pringsheim4) entdeckten ,,a-Hexaamylose", die auch Octaamylose genannt wurde. Wir schlagen vor, diese Bezeichnungen trotz ihrer Prioritat aufzugeben, weil der Buchstabe ,,a" schon anderweitig. und zwar von S c h a r d i n g e r selbst, belegt ist und die Benennungen Aussagen iiber die Konstitution vorwegnehmen, die noch zu bestatigen sind.

Das s-Dextrin zeigt eine ausgesprochene, bereits von H. Pringsheim betonte Verwandtschaft zum a-Dextrin. Besonders die Jodreaktion weist darauf hin. Die Loslichkeit, hohe Verbrennungswarme 5 ) , der hohe Kohlenstoff-und Wasserstoffgehalt und das durehweg unter dem von a-Dextrin liegende Drehungsvermogen lieBen sich erklaren, wenn ein sehr bestandiges Addukt init einer Cund H-reichen Komponente vorlage. Da aber das Dextrin iiach der Verseifung des Acetats seine Eigenschaften beibehalt, mu8 angenommen werden, daB die vermutete, nicht zu den Kohlehydraten gehorige Komponente sehr fest mit dem Dextrin verbunden sein muBte. Dieser Punkt bedarf der erneuten Bearbeitung. Gleichfalls dem ,,Schlamm" gehort ein dem s-Dextrin sehr ahnliches kristallisierendes Abbauprodukt an, das in noch geringerer Menge als das s-Dextrin auftritt und sich von ihm durch seine rautenformigen (rhomboedrischen) Kristalle unterscheidet. Wir haben es r-Dextrin genannt. Es ist noch nicht sicher, oh es sich um ein Individuum handelt, es konnte auch ein verhaltnismaaig bestandiges Addukt des p-Dextrins mit einer an Kohlenstoff und Wasserstoff reichen Komponente sein. Die Reinigung iiber das Acetat konnte noch nicht durchgefdhrt werden.


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