𝔖 Bobbio Scriptorium
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Über Saponine der Spirostanolreihe, XII. Über Parillin, ein Saponin mit stark verzweigter Zuckerkette

✍ Scribed by Tschesche, Rudolf ;Kottler, Rudolf ;Wulff, Günter


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1966
Weight
577 KB
Volume
699
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Die saponinhaltige Droge Radix sarsaparillae wird schon seit dem 16. Jahrhundert als Bestandteil von Blutreinigungstee, als Diuretikum und bei Hautkrankheiten angewandt. Besonders wirksam sollte sie gegen Syphilis, Rheuma und Gicht sein. Die friiher vie1 benutzte Droge wird heute nur selten verwendet. -Bei der offizinellen Radix sarsaparillae handelt es sich um Wurzeln verschiedener in Mittelamerika heimischer Smilax-Arten (Familie der Liliaceen). Die Herkunftspflanze der von uns benutzten Droge aus Veracruz ist im wesentlichen Smilax aristolochiaefolia Mill. (= Smilax medica Schlecht. et Chamisso)2). Die wirksamen Bestandteile dieser Droge sind Saponine, iiber die van der Haar3) berichtet hat. Er gibt zugleich eine kritische Wiirdigung der alteren Literatur. Die Droge (aus Honduras und Veracruz) enthalt mehrere Saponine3), von denen eines, das in Wasser schwer losliche Parillin, gut kristallisierbar ist und aus Parigenin (= Sarsasapogenin), zwei Molekiilen D-Glucose und einem Molekiil L-Rhamnose bestehen soll. Daneben sind jedoch auch noch polarere, gut wasserlosliche Saponine (Sarsasaponine) vorhanden, die nicht kristallin dargestellt werden konnten. Wahrend das Aglykon dieser Saponine, das Sarsasapogenin (friiher Parigenin) in seiner Struktur geklart istd), wurde iiber die Struktur des Zuckerteils bisher nichts Genaueres bekannt. Im Verlauf unserer Saponinuntersuchungen sollten die Saponine aus Radix sarsaparillae isoliert und in der Struktur geklart werden, weil sich in einem Vorversuch gezeigt hatte, daI3 sie von den ublichen Saponinen abweichende Eigenschaften aufwiesen, und


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