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Über Peptidsynthesen, XLIV1) Nachträgliche Aktivierung von Carboxyl-Derivaten durch Oxydation oder Eliminierung und ihre Anwendung zur Peptid-Synthese an fester Phase sowie zur Cyclisierung von Peptiden

✍ Scribed by Wieland, Theodor ;Lewalter, Jürgen ;Birr, Christian


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1970
Weight
987 KB
Volume
740
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Abstract

Mit dem Ziel, bessere Methoden zur Cyclisierung von Peptiden zu finden, wird die Carboxylgruppe von N‐geschützten Aminosäuren und Peptiden mit Hydrazobenzol zu den Diphenylhydraziden 1 oder mit cyclischem Phthalsäurehydrazid zu den O‐Acyl‐3‐hydroxy‐phthalazonen 4 verknüpft. Die Verbindungen 1 und 4 lassen sich durch Oxydation mit N‐Brom‐succinimid in aktivierte Derivate verwandeln, die zur Übertragung des Acyl‐Rests auf Aminogruppen geeignet sind, was durch Synthese von Z‐Glycinbenzylamid (2) und Z‐Phenylalanylglycinäthylester (3) geprüft wurde^**^. Die Übertragung dieses Prinzips auf die feste Phase gelingt mit den Aminoacyl‐Verbindungen 6 der 4‐Hydrazino‐benzoesäure, die an Chlormethylpolystyrol Ester‐artig verankert werden. ‐ Eine zweite Methode der nachträglichen Aktivierung besteht in der Eliminierung von Wasser aus 2,2‐Diphenyl‐äthylenglykolestern 7 zu reaktiven Enolestern, wie an der Sythese der Peptide 2 und 3 sowie an der Cyclisierung von Phe‐(Pro)~2~‐(Phe)~2~‐Val‐(Pro)~2~‐D‐Ala‐PheOH zum D‐Ala‐antamanid (9) gezeigt wird.