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Über Peptidsynthesen, XIX. N-substituierte Derivate des Asparagins und des Asparaginsäure-β-tert.-butylesters

✍ Scribed by Schröder, Eberhard ;Klieger, Erich


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1964
Weight
765 KB
Volume
673
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


L-asparaginsaure lassen sich in die inneren Anhydride umwandeln, aus denen durch Alkoholyse die entsprechenden a-Ester erhalten werden konnen. Einige Aminosaure-p-nitrobenzylester wurden in einfacher Weise aus den freien Aminosauren und p-Nitro-benzylalkohol in Gegenwart von Benzolsulfonsaure hergestellt.

Die Synthese von Asparagyl-a-peptiden ist oft schwierig.

Bei Verwendung von Carbobenzoxy-L-asparaginsaure-P-methylester 1) und Carbobenzoxy-L-asparaginsaure-P-benzylester 293) fuhrt eine spatere alkalische Verseifung unter a$-Trans-peptidierung4) oder unter Bildung von substituierten Succinimiden4.5) zu Nebenprodukten. Bei einer erwunschten weiteren Kondensation am Aminoende eines Asparagyl-a-peptids ist zwar bei Verwendung von Carbobenzoxy-L-asparaginsaure-P-benzylester 293) die gemeinsame Abspaltung der Carbobenzoxygruppe und des Benzylesters moglich, doch kann die freie P-Carboxylgruppe bei der Bildung der nachsten Peptidbindung, abhangig von der Kupplungsmethode, storend wirken. Bei Anwesenheit von Cystein oder Methionin ist eine katalytische Hydrierung fast ausnahmslos unmoglich. Die katalytische Hydrierung ist in Gegenwart eines Nitroargininrest gleichfalls nicht anwendbar, wenn der Guanidoschutz erhalten werden soll. Eine Decarbobenzoxylierung mit HBr/Eisessig ist wiederum oft nicht selektiv genug bzw. bewirkt unter verstarkten Reaktionsbedingungen, Nebenreaktionen an der Peptidkette, speziell bei Anwesenheit eines Methioninrestes6.7). Urn die aufgefuhrten