Über Organomanganpentacarbonyle, I
✍ Scribed by Hieber, Walter ;Wagner, Gerhard
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1958
- Weight
- 376 KB
- Volume
- 618
- Category
- Article
- ISSN
- 0074-4617
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✦ Synopsis
Herrn Kollegen K. Ziegler in Erinnerung an die gemeinsame Zeit in Heidelberg zum 60. Geburtstag gewidmet Aus dem Anorganisch-Chemischen Laboratorium der Technischen Hochschule Miinchen Eingegangen am 2. August 1958 Methylpentacarbonylmangan, CH3Mn(C0)5, entsteht aus dem Hydrogenpentacarbonylmangan, HMn(C0)5, durch Einwirkung von Diazomethan sowie durch Reaktion von Methyljodid mit Natrium-pentacarbonylmanganat( -I), [Mn(CO)s]Na, oderbesonders vorteilhaftdirekt mit der Basenreaktionslasung des Manganpentacarbonyls, d. h. mit dem Ion [Mn(CO)s]e. Die farblose, kristalline, an der Luft sehr fluchtige Verbindung ist der erste Vertreter eines ,,Organometallcarbonyls". Weitere Manganpentacarbonylalkyle, wie die khyl-, n-Propyl-und Benzyl-Verbindung -letztere auch aus Brompentacarbonylmangan und Benzylmagnesiumchlorid -schlieRen sich an. Es wurden u. a. logarithmische Dampfdruckgeraden solcher Verbindungen aufgenommen, sowie die magnetische Suszeptibilitat und das Dipolmoment der Methylverbindung ermittelt und mit den entsprechenden Daten des Hydrids verglichen.
Als erste Vertreter von ,,Organometallcarbonylen", d. h. kohlenoxydhaltigen Metall-. organylen I), konnten nach zahlreichen friiheren Bemuhungen*) erst in letzter Zeit das ,,MethyltetracarbonyIkobaZt"3), CH3Co(C0)4 -der Methylester des Kobaltcarbonylwasserstoffs -, und das ,,MethylpentacarbonyImangan"4), CH3Mn(C0)5, isoliert werden. Wahrend die erwahnte Kobaltverbindung sehr labil und nur bei tiefen Temperaturen bestandig ist, also auch nur unter entsprechenden Bedingungen naher identifiziert werden konnte, zeichnet sich die Methylmanganverbindung durch groDes Bildungsbestreben und bemerkenswerte Stabilitat aus. Nachdem vor kurzem das Hydrogenpentacarbonylrnangan, HMn(CO)S, besonders auch hinsichtlich seiner physikalischen Eigenschaften eingehend untersucht und als ein annahernd ideales ,,$-Eisenpentacarbonyl" charakterisiert werden konntes), lag es nahe, das weitere chemische Verhalten dieser Verbindung, vor allem ihre Fahigkeit zur Esterbildung, zu priifen,
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