Vortrage an der Technischen Hochschule Dresden (22. April 1966), vor der Soci6tC Vaudoise des Sciences Naturelles in Lausanne (5. Mai 1966) und der Association des Chimistes de I'Industrie Textile in Paris (30. Sept. 1966). ' ) Wir danken der POLYMETRON AG, Glattbrugg-Zurich, fur ihre Mithilfe bei
Über Muscarin. 15. Mitteilung [1]. Reduktion von Normuscaron mit Borwasserstoff und bicyclische Derivate der Muscarinreihe
✍ Scribed by E. Hardegger; N. Halder
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1967
- Tongue
- German
- Weight
- 605 KB
- Volume
- 50
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Das leicht in reiner Form zugangliche DL-Normuscaron (IIb) [2] erschien als geeignetes Ausgangsmaterial zur Herstellung von DL-Normuscarin (I11 b), bzw. DL-Muscarin. Zum Aufbau bicyclischer Verbindungen vom Typ VIII, X, XI und ihren quaternaren Ammoniumsalzen mit moglicherweise interessanten pharmakologischen Eigenschaften sollte das noch unbekannte N, N-Bisnormuscaron (I1 a) Verwendung finden. Die Reduktion der Carbonylgruppe des Normuscarons (IIb) liess, a priori, die beiden epimeren Alkohole DL-epi-Normuscarin (111) und DL-Normuscarin (111 b) erwarten. Unsere bisherigen Versuche mit Lithiumalanat, mit Platin in Eisessig oder in Wasser, rnit RANEY-Nickel in Methanol und mit Natriumborhydrid in Methanol [3] l) fuhrten stets unter teilweiser Umklappung der dem Carbonyl benachbarten Methylgruppe des Normuscarons (I1 b) infolge Enolisierung uber allo-Normuscaron (IIc) zu Gemischen, die meist alle vier isomeren Noralkohole 111, IIIa, IIIb, I I I c enthielten. Die analytische und praparative Auftrennung der Norbasengemische I11 und I11 a-c war nur rnit chromatographiscben Methoden moglich, dabei muhsam und zeitraubend. Es bedeutete daher einen nicht zu unterschatzenden Fortschritt, als im System Aceton-Chloroform-konz. Ammoniak (14 : 5 : 1) ein Fliessmittel gefunden wurde, das im Dunnschichtchromatogramm an Kieselgel erstmals eine saubere und rasche Auftrennung der 4 stereoisomeren Norbasen 111, IIIa, IIIb, I I I c und ihre grobquantitative Bestimmung erlaubte [5]. Die gut reproduzierbaren Rf-Werte betrugen 0,57 fur DL-e$-Normuscarin (III), 0,43 fur DL-ah-Normuscarin (111 a), 0,33 fur DL-Normuscarin (I11 b), 0,24 fur DL-epiullo-Normuscarin (111 c) und stimmten in der Reihenfolge envartungsgemass mit den von EUGSTER und Mitarb. [4] an Aluminiumoxid angegebenen Wanderungsgeschwindigkeiten uberein. Die Identifizierung der Norbasen 111, IIIa, IIIb, I I I c erfolgte anhand der 1R.-Spektren [4] [6] und im Vergleich rnit Testsubstanzen, die durch Pyrolyse der Methochloride hergestellt waren [7]. Das fur die Reduktion mit Borwasserstoff benotigte Normuscaron (I1 b) wurde auf bekanntem Wege [Z] aus dem 2-Methyl-3,3-dimethoxy-5-carbomethoxy-tetrahydrofuran (I) uber den primaren Alkohol I a und dessen Tosylat I b hergestellt und uber das krist. Oxalat gereinigt. Die Ausbeute der Zwischenprodukte I a, I b konnte wesentlich verbessert werden.
l) Fur weitere Reduktionsversuche vgl. [4].
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