𝔖 Bobbio Scriptorium
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Über mesenchymale Folgeerscheinungen der Milzexstirpation

✍ Scribed by W. Rosenkranz; I. Bouvier


Book ID
104777082
Publisher
Springer
Year
1959
Tongue
English
Weight
71 KB
Volume
270
Category
Article
ISSN
0031-6768

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✦ Synopsis


Nach Splenektomie kommt es bei der pseudograviden Ratte zu einer Zunahme der in der Raumeinheit vorhandenen grol~en Deeiduazellen um nahezu 100°/ol, ~, gleiehzeitig nimmt die GrSge der Kerne 4 und die Nucleolenzahl pro Kern 2 ab. Diese Ver~nderungen lassen sieh dureh einen in der Milz vorhandenen und daraus extrahierbaren Stoff yon derzeit unbekannter Konstitution hintanhalten. Einen weiteren mesenehymalen Waehstumsvorgang stellt die Leukopoese dar. Um den Einflul3 der Milzentfernung auf diesen WaehstumsprozeB zu untersuchen, wurden t%atten eines eingez/iehteten Stammes teils omentektomiert (Kontrolloperation), teils splenektomiert, naehdem vorerst bei ihnen 2 Wochen hindureh mehrmals die Leukoeytenwerte im Sehwanzvenenblut kontrolliert worden waren. Zur Verhinderung des Manifestwerdens einer allenfalls vorhandenen latenten Bartonelleninfektion erhielten beide Tiergruppen 100 mg Spiroeid/kg in der Woehe vor der Operation tgglieh einmal und naeh der Operation w6ehentlieh einmal peroral. Dureh fallweise durehgef/ihrte Erythroeytenz£hlungen wurde die Sehutzwirkung des Spiroeid kontrolliert. Ein weiBes Blutbild wurde yore 3. postoperativen Tag an zungchst 3 mal wSehentlich und ab der 4. Woche naeh dem operativen Eingriff einmal w6ehentlieh angefertigt. Die Blutentnahme erfolgte dureh Sehwanzvenenpunktion, wobei zur Vermeidung der Verf/~lsehung der Werte darch lokale Entzfindungserseheinungen die Punktionsstelle geweehselt wurde. Die Omentektomie beeinfluBte weder die Gesamtzahl der zirkulierenden weigen Blutk6rperchen noeh das Differentialblutbild. Naeh Milzexstirpation dagegen sehwanken die Gesamtteukocytenzahlen zwar betr~ehtlieh, lagen jedoeh meist deutlich fiber den Werten der Vorperiode bzw. der Kontrollgruppe. Im Differentialblutbild fanden sieh deutliehe Prozentanstiege der grogen mononuelegren Zellen bei gleiehzeitiger relativer Verminderung der kleinen Lymphoeyten. Wghrend bei den normalen oder omentektomierten Tieren der Quotient ,,kleine mononucle~tre/groBe mononuelegre Zellen" in fast allen F/~llen den Weft 2,1 fiberstieg, erreiehte er naeh Milzexstirpation diesen nut ausnahmsweise ; in der Regel lag er wesentlieh darunter. Der Milzeinflug auf das weiBe Blutbild sowie die eventuelle Verwendbarkeit des genannten Ph/~nomens ftir Versuehe, den Milzstoff zu isolieren, werden er6rtert.


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