Aus den wissenschaftllchen Labordtorien der Firma J. D. R i e d e l Akt .Ges., Berlin.
Über Manganite und künstlichen Braunstein
✍ Scribed by W. Feitknecht; W. Marti
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1945
- Tongue
- German
- Weight
- 509 KB
- Volume
- 28
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Von verschiedenen Forschern sind Prapsrate beschrieben und als ,,1LIanganomangsnite" bezeichnet worden, in denen das Mangan einen mittleren Oxydationsgrad von etwas unt,er MnO, hat. Wir haben in der vorhergehenden Arbeit mitgeteilt, dass die von uns erhaltenen hochoxydierten Endprodukte offenbar ebenfalls zu dieser Gruppe von Manganverbindungen gehoren .
,,Manganomanganit" sol1 vor allem bei der Umsetzung von Wangan(II)-salzlosungr mit Permanganat entstehen und wechselnde Zusammensetzung besitzen. Bei der bekannten Manganbestimmungsmethode nach V ~l h a r d ~) -W o l / ~) wird deshalb der Mangansalzlosung Calcium-, Barium-, oder a m besten Zinksalz zugesetzt, es fallt dann Zinkmanganit aus, das zwar keine konstante Zusammensetzung besitzt, aber alles Mangan in der vienvertigen Stufe enthalt. Snrkar und D h d ) haben die bei der erwahnten Methode entstehenden Verbindungen untersucht und gezeigt, dass Manganite init vier ~ wertigem Mangan und den verschiedensten anderen Metallionen entstehen konnen. Das Verhaltnis Metalloxyd zu Mangandioxyd wechselt stark.
Bekanntlich wird der Weldonschlamm als ein Calciunimanganit angesehen. Dic Zusammensetzung ist nicht ganz konstant, es komnien aber bei richtiger Arbeitsweise ungefahr 1 CaO auf 2 MnO,.
Bei kiinstlich hergestelltem ,,Braunstein" sind bis jetzt drei verschiedene I<rystellarten festgestellt worden. Dubois4) fand, dass beim Zersetzen von Permznganslure, bei der Reduktion von Permanganat mit Wasserstoffperoxyd und bei der Umsetzung aquivalenter Mengen Mangan(I1)-saIz mit Permangant in der KaIte die Niederschlage nach langerem Erwarmen auf 100O in ein Mangendioxyd iibergehen, das eine charakteristische Struktur zeigt, die verschieden ist von derjenigen von natiirlich vorkommendem Pyrolusit oder Polianit. Er bezeichnet diese Verbindung als a-RIii02. Ein Mangandioxyd mit einem Gitter vom Rutiltyp wie Pyrolusit und Polianit erhielt Dubois bei der thermischen Zersetzung von Mangan(I1)-nitrat und bei der Oxydation von a-iMn,O, durch Luft beim Erhitzen, dieses bezeichnet er als B-MnO,. Schliesslich erhielt er ein weiteres Oxyd rnit charakteristischem Gitter und dern Oxydationsgrad MnOl,87 heim Umsetzen einer sauren gepufferten Permanganatlosung mit Mangan(I1)-sulfat bei 600. GlenaserJ) hat die gleiche Verbindung auch bei der Oxydation von Mangan(I1)-salzlosung mit Ammoniumpersulfat bei Siedehitze und beim Zersetzen von Permangansaure bei 45" erhalten. Bei den frisch hergestellten Praparaten schwankte der Oxydationsgrad zwischen MnOl,76 bis MnO1,Qg. Nach dem Kochen rnit 2-n. Salpetersaure hatten alle Praparate den Orydationsgrad NnOl,g7, die Fehlordnung war wesentlich geringer. Glemser nennt diese Verbindung y-MnO, . l) A. 198, 318 (1879). 2, ,,&ah1 und Eisen" 1 I, 377 (1891). 3, Z. anorg. Ch. 121, 135 (1922). 4, 9nn. chim. [ll] 5, 411 (1936).
5, B. 72, 1879 (1939).
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