Über höhere Kobaltoxyde
✍ Scribed by A. Metzl
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1914
- Tongue
- German
- Weight
- 552 KB
- Volume
- 86
- Category
- Article
- ISSN
- 0372-7874
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✦ Synopsis
Entsprechend seiner Ytellung im periodischen System der Elemente bildet das Kobalt mjt dem Sauerstoff eine Reihe von Verbindungen, welche denen des Eisens und Mangan analog zusammengesetzt sind und in vielfacher Hinsicht auch analoge Eigenschaften aufweisen. Diese Elemente bilden Oxyde von der Zusammensetzung RO, welche die Tendenz haben in hohere Oxydationsstufen iiberzugehen; ferner Oxyde vom Typus R,O, und R,O,. Auch vom Kobalt kennt man solche Oxyde, sie sind sehr gut charakterisiert; es vermag jedoch -iihnlich dem Manganauch hohere Oxydationsstufen zu bilden, diese murden in der vorliegenden Arbeit einem nBheren Studium unterzogen. Kobaltsuperoxyd COO,. Die Existenz dieser Verbindung konnte bis heute mit roller Sicherheit nicht nachgewiesen werden, wenngleich nicht gezweifelt werden kann, dal3 unter gewissen UmstBnden die Bildung eines Kobaltsuperoxyds vor sich geht. Die ersten Beobachtungen in dieser Hinsicht wurden von BAYLEY, FISCHER, SCHRODER und CARNOT gemacht , welche bei der Oxydation von IZobaltoxydulsalzlosungen mit unterchlorig-oder unterbromigsaurem Alkali ein dunkles Oxyd erhielten, das reicher an Sauerstoff ist als Ch203, wofiir man den Niederschlag zuerst hielt. Ebenso fand KBAUSS bei der Priifung der maBmalytischen Methoden zur Bestimmung des Kobalts (nach E'LEISCHEIL durch Oxydation mit nnterchlorigsaurem Alkali , nach DONATH mit Bromwasser oder J o d und Alkali), dal3 der erhaltene Niederschlag stets mehr Sauerstoff enthielt. V O R T ~A N N hat nun das Verhalten von Kobaltoxydullosuugen z u J o d und Alkali niiher untersucht und hierbei gefunden, daB dns erhaltene Oxyd in seiner Zusammensetzung haufig der Formel COO,, so nahe kommt , dal3 an der Existenz eines Kobaltoxyds nicht gezweifelt werden kann.
VORTYANN fiilirte seine Versuche in der Weise aus, dab er die
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C. D. H a r r i e s , Untersuchungen iiber das Ozon und seine Einwirkung auf organische Verbindungen, Seite 452. Berlin 1916.