Über Hydrazinverbindungen. II. Mitt.: Substituierte β-Aminopropionylhydrazine
✍ Scribed by Dr. rer. nat. H. Röhnert
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1963
- Tongue
- English
- Weight
- 302 KB
- Volume
- 296
- Category
- Article
- ISSN
- 0365-6233
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✦ Synopsis
Bei den bisher therapeutisch angewandten und im Handel befindlichen Monoaminoxy. dase(MA0)-Hemmern vom Typ der acylierten Hydrazine (Iproniazid, Nialamid, Isocarboxazid und 1-Pivaloyl-2-benzyl-hydrazin) kann man feststellen, daB das a-stiindige C-Atom im Acylrest kein freies Wasserstoffatom trhpt. Daraus ist jedoch keine GesetzmiiDigkeit fiir eine gute MAO-Hemmung bzw. gute pharmakologische Wirkung bei acylierten Hydrazinverbindungen abzuleiten. So zeigen die aromatischen und heterocyclischen Carbonsliurehydrazide keineswegs immer eine gute MAO-Hemmung, wiihrend andererseits Aminosilurehydraaide wirksam sind2). A. Pletscheher u. Mitarb.8) haben die 3,6-Dimethylisoxazol-4carbonsaurederivate, Isomere des Isocarboxazids (5-Methylisoxazol-3-carbonsiiure-benzylhydrazid), wirkungslos gefunden.
Die Hemmung der MA0 und der Anstieg des Catecholaminhaushaltes sind leicht meDbare GroBen, doch ist die darauf beruhende stimulierende Wirkung der Hydrazinverbindungen nicht die alleinige physiologische Wirkung dieser Verbindungsklasse. Gerade bei 1-Pivaloyl-2-benzyl-hydrazin ist die Hemmung der MA0 wesentlich anderen Effekten untergeordnet, durch die bei Angina pectoris4) gute therapeutische Wirkungen erzielt wurden. Die ErschlieSung eines neuen Indikationsgebietes der acylierten Hydrazinverbindungen veranla5te uns, vom 1 -Piveloyl-2-benzyl-hydrazin ausgehend, Verbindungen mit anders substituierten Propionylresten darzustellen.
Aus Acrylsaureiithylester bzw. Methacrylsauremethylester sind durch Umsatz mit primhen Aminen (Butyl-, Cyclohexyl-und Benzylamin) leicht die entsprechenden N-substituierten 8-Aminopropionsaureester bzw. a-Methyl-8-aminopropionsaureester (A) zuganglich. Am N-Atom kann noch eine zusltzliche Acylierung erfolgen (B). Die Ester wurden im allgemeinen mit den entsprechenden monosubstituierten Hydrazinen (Benzyl-bzw. 8-Phenyliithyl-hydrazin) in Gegenwart von Natriummethylat zu den gewiinschten I-Acyl-2-aralkyl-hydazinen (C) umgesetzt. Es kann aber auch wie im Beispiel X verfahren werden.
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