Über Funktionsänderungen markhaltiger Kaltblüternerven nach Adrenalektomie und Zufuhr rindenwirksamer Steroide in Abhängigkeit von der Ionenverteilung
✍ Scribed by Günther Vogel; Heinz Krause; Elisabeth Krämer
- Publisher
- Springer
- Year
- 1955
- Tongue
- English
- Weight
- 541 KB
- Volume
- 261
- Category
- Article
- ISSN
- 0031-6768
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✦ Synopsis
~~iihere Befunde 1°, 17 über Änderungen der Zeiterregbarkeit quergestreifter Kaltblütermuskeln nach Adrenalektomie, einigen Wirkstoffen der ~qebennierenrinde (NNR), NaC1 und KC1 ließen annehmen, daß die bekannten Verschlebungen im extra-und intracellul~ren Ionenmilieu unter unseren experimentellen Bedingungen die gewonnenen Ergebnisse zur Folge haben. Nach Adrenalektomie z.B. wird die Konzentration extracelhl~ren ~a (Plasma-Na) herab-, die des K heraufgesetzt. Genaue Bilanzen für extraund intraeelluliires Na und K am normalen, adrenalektomierten und steroidbehandelten Tier liegen allerdings kaum vor, die Daten beziehen sich meist auf den Plasmaspiegel und den Gesamtgehalt an Mineralien pro Gewichtseinheit Feucht-oder Trockengewebe (z. B. 5).
Da nach der Ionentheorie der ErregungS, 1~, ~a, ~5, 16 Veriinderungen der Ionenverteilung an der Membran bestimmte Änderungen der Erregung und ihrer Fortleitung erwarten lassen, resultieren die Fragen, welche Befunde nach Adrenalektomie bzw. Zufuhr rindenwirksamer Steroide erwartet werden können, und ob es möglich ist, diese Funktionswandlungen ans der Theorie heraus befriedigend zu interpretieren.
Das Membranruhepotential ( E J kann als Diffusionspotential des Kaliums angesehen werden. Vergröl~erung der extracellul~ren K-Konzentration vermindert E~, nach Senkung um etwa 30 mV tritt am Nerven Unerregbarkeit auf ~1. Verminderung der Konzentration des extracellu-li~ren K liebt E~ steigen, jedoch nicht mehr als um etwa 10 mV. Bei Verminderung der Konzentration extracellulären Natriums sinkt der Aktionspotentialüberschuß (overshoot) proportional dem Logarithmus der Na-AUßenkonzentration. Den gegebenen Verhi~ltnissen genauer entsprechend ist die Auffassung von E~ als Resultante der Diffusionspotentiale von Na, K und C1 (GoI~I)MA)I6).