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Über „Fructose-Aminosäuren” und „Glucose-Aminosäuren” in Leberextrakten

✍ Scribed by Heyns, Kurt ;Paulsen, Hans


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1959
Weight
879 KB
Volume
622
Category
Article
ISSN
0074-4617

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✦ Synopsis


Abstract

Aus einem wäßrigen Leberextrakt wurden die N‐[D‐Fructosyl‐(1)]‐Derivate („Fructose‐aminosäuren”︁) von Glycin, L‐Alanin und L‐Valin in kristallisierter Form, von L‐Serin, L‐Threonin sowie L‐Asparaginsäure amorph isoliert. Nachgewiesen wurden die entsprechenden Verbindungen des L‐Leucins, L‐Tyrosins, L‐Methionins und L‐Prolins. Die Anwesenheit von „Fructose‐Peptiden”︁ ist wahrscheinlich. — N‐[D‐Glucosyl‐(2)]‐glycin („D‐Glucose‐glycin”︁) wurde in einer Menge von nur 1% des vorhandenen „D‐Fructose‐glycins”︁ isoliert. — Synthetisch wurden die „Fructose‐Aminosäuren”︁ von Glycin, L‐Alanin, L‐Valin und L‐Asparaginsäure kristallisiert dargestellt. — In der Leber eines Kalbes, die 2 Minuten nach dem Schießen des Tieres in flüssigen Stickstoff eingefroren war, konnten weder „D‐Fructose‐glycin”︁ noch andere „Fructose‐Aminosäuren”︁ nachgewiesen werden. Nachweisbar war lediglich eine hinsichtlich der Struktur noch nicht aufgeklärte Fraktion („Bande 1”︁). In der Leber eines normal geschlachteten Kalbes, die 24 Stdn. bei 20° vor der Aufarbeitung gelegen hatte, waren „D‐Fructose‐glycin”︁ und „D‐Fructose‐L‐alanin”︁ nachweisbar. Die Verbindungen sind offensichtlich während der Lagerung gebildet worden. Ihre Entstehung dürfte jedoch nicht auf eine chemische Synthese aus Glucose und den Aminosäuren zurückzuführen sein.


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