Über Fluoraustauschreaktionen an Metalltrifluorphosphin-Komplexen, II. Zur Kenntnis der Reaktionen von Eisen-pentakis- und Nickeltetrakis(trifluorphosphin) mit Hydroxyl-Ionen
✍ Scribed by Kruck, Thomas ;Höfler, Mathias ;Baur, Karl ;Junkes, Peter ;Glinka, Klaus
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1968
- Tongue
- English
- Weight
- 855 KB
- Volume
- 101
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
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✦ Synopsis
Aus dem Institut fur Anorganische Chemie der Universitat Koln (Eingegangen am 24. Mai 1968) Die Metall(0)-trifluorphosphine von Nickel und Eisen tauschen bei der Umsetzung rnit Bariumhydroxid in absol. Tetrahydrofuran nur ein F-Atom gegen eine OH-Gruppe aus. Die Reaktionsprodukte fallen als Bariumsalze der anionischen Komplexe [Ni(PF&PF20Ie bzw. [Fe(PF3)4PF20Ie an. Mit starken Alkylierungsmitteln hilden diese die fliichtigen Ester Ni(PF&PFzOR und Fe(PF3)4PF*OR der nicht falibaren starken Sauren M(PF&PFzOH (n = 3 und 4). Die Mechanismen fur diese ,,Basenreaktionen" werden diskutiert und rnit dem unterschiedlichen Reaktionsverhalten der Metallcarbonyle verglichen. Die Konstitution und Struktur der Verbindungen werden aus den Massen-, NMR-und TR-Spektren ahgeleitet, die Abbaumechanismen und die Kopplungskonstanten werden mitgeteilt. Kiirzlich konnte gezeigt werden I), daR in den Metalltrifluorphosphinen von Nickel(0) und Eisen(0) rnit Alkoholuten samtliche Fluoratome gegen OR-Gruppen austauschbar sind, wobei die M -P-Bindungen weiterhin intakt bleiben. Diese F/OR-Austauschprozesse liefern in glatter Reaktion die homogenen Metall(0)trialkoxyphosphin-Komplexe M(P(OR)3)n (n = 4 (Ni) und 5 (Fe)). Hingegen werden die Metalltrifluorphosphine bei der Einwirkung relativ hoher Hydroxyl-Ionen-Kon- zentrationen so z. B. in waisrigen Alkalilaugen und in Ammoniak --augenblicklich zerstort. Als Primarschritt dieser Zersetzungsreaktion wurde eine hydrolytische Spaltung der P -F-Bindungen diskutiert3). Zur Aufklarung des tatsachlichen Sachverhaltes ist die Isolierung von Zwischenstufen wiinschenswert. Voraussetzung dazu war die Verwendung eines Reaktionsmediums rnit extrem niedriger Hydroxyl-Ionen-Konzentvation, das in einer Aufschlammung von entwassertem Bariumhydroxid in Tetrahydrofuran (THF) gefunden wurde. Pentakis(trifluorph0sphin)-eisen(0) (1) und Tetrakis(trifluorphosphin)-nickel(0) (2) setzen sich in diesem Medium bei Raumtemperatur in wenigen Minuten quantitativ zu einer hellgelben (Fe) bzw. farblosen (Ni) nichtfluchtigen und kristallinen Substanz um. Mit beiden Verbindungen lassen sich bei Zugabe groRvolumiger Kationen