Über Ergebnisse der Methylierung von Tyrosin mit Dimethylsulfat und einige Derivate des N-Methyltyramins
✍ Scribed by Ulrich A. Corti
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1949
- Tongue
- German
- Weight
- 423 KB
- Volume
- 32
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Von den bisher bekannten Synthesen des Ratanhins ( = Surinamin, Angelinusw.), d.i. N-Methyltyrosin(FriedmannundGutmannl),Johnson und Nicolet2), Fischer und Lipschitz3), Kanewskajn4), Deulofeu5), sowie Deulofeu und Xendivelxua6)) fiihrt nur diejenige von Fischer und Lipschitz unmittelbar, wenn auch uber mehrere Reaktionsstufen, zum opt'isch aktiven Ratanhin.
Nun lasst sich optisch aktives Ratanhin, das sehon von Witt- stein (1854) aus der amerikanischen Ratanhiawurzel (Krameria triandra) isoliert worden ist, leieht auch durch Methylierung des bei der Hydrolyse zahlreicher Proteine anfallenden naturlichen Tyrosins mit Dimethylsulfat gewinnen, ohne dass dabei eine Methylierung der phenolischen Hydroxylgruppe eintritt.
Durch Einhaltung bestimmter Versuchsbedingungen kann ferner aus Tyrosin das bisher durch Methylierung mit Dimethylsulfat anscheinend noch nicht dargestellte Tyrosinbetain in guter Ausbeute gewonnen werden. Schliesslich lasst sich Tyrosin durch (CH,),SO, fast quantitativ in p-Methoxyzimtsaure uberfuhren. Diese Reaktion ist an sich bekannt, jedoch fehlen u. W. Angaben uber Versuchsbedingungen, die zu hohen Ausbeuten fiihren.
Die Gewinnung des optisch-aktiven Ratanhins, des Tyrosinbetains und der p-Methoxyzimtsaure durch Met'hylierung des Tyrosins mit Dimethylsulfat ist so einfach, dass die nachstehend beschriebenen Methoden bei der leichten Zuganglichkeit der erwahnten *4minosaure auch von praparativem Wert sein diirften.
Im Zusammenhang mit der Bearbeitung gewisser chemothempeutischer Probleme wurden sodann einige Derivate des N-Methyltyramins dargestellt. Die einschliigigen Daten finden sich im nachstehenden experimentellen Teil. E x p er irneiit e 11 er Ta i 1. R a t a n h i n . 500 g technisch reines, aus Eiweisshydrolysat gewonnencs L-Tyrosin werden in 4000 em3 Wasser + 400 em3 33-proz. NaOH aufgelost, worauf man unter Ruhren 400 om3 Dimethylsulfat tropfenweise zufliessen lasst. Wiihrend dieser Operation steigt die Teml ) Bioch. Z. 27, 491 (1911). 2, Am. Soe. 47, 459 (1912).