Über einige Komplexbildner aus der Thiazolreihe
✍ Scribed by H. A. Braun; H. Kühne; B. Prijs
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1960
- Tongue
- German
- Weight
- 417 KB
- Volume
- 43
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
In vorangegangenen Mitteilungenl) wurden Synthesen sowie chemische und liomplexchemische Eigenschaften einer Reihe Dipyridyl-ahnlicher Chelatkomplexbildner beschrieben, bei welchen -wie im Dipyridyldie beiden basischen Haftstellen aromatischen Ringen angehoren. Anderseits weisen auch Athylendiamin und seine Derivate, z. B. die ({Komplexone o, formal die gleiche chelatbildende Struktur N-C-C-N auf. Eigenschaften und Stabilitat der in beiden Fallen entstehenden Metallchelate sind jedoch sehr verschieden, da sie weitgehend durch die Natur des organischen Liganden, vor allem durch die Basizitat der Haftstellen bzw. durch die Resonanzverhaltnisse bedingt sind. Es war nun von Interesse, Verbindungen dieser Art herzustellen, bei welchen nur ein Teil der basischen Haftstellen aromatischen, die iibrigen j edoch aliphatischen Systemen angehoren 2, und sie auf ihre komplexchemischen Eigenschaften zu untersuchen. Im folgenden berichten wir iiber die Synthese solcher Verbindungen, in denen der Stickstoff eines Thiazolkerns als aromatisch gebundenes Ligandenatom fungiert. Die Thiazolderivate Va-d, VII b, d, IXc, e, f und XI a, b, d, die potentiell unter Ausbildung von 5gliedrigen Chelatringen als zwei-bzw. vierzahnige Liganden fungieren konncn, wurden aus den entsprechenden cc-Aminothioamiden und cc-Halogenltetonen hergestellt. Die Diacetylverbindungen IVa-d erhielten wir durch Kondensation der entsprechenden Phenacylbromide rnit Athylendiamin-N, N'-diacetyl-N, N'-diessigsauredithioamid (111). Letzteres gewannen wir aus dem Dinitril 13) iiber dessen Diacetylderivat I1 durch Anlagerung von H,S in alkoholischer Losung mit Triathylamin als Katalysator. Saure Verseifung der Diacetylderivate IVa-d lieferte die gesuchten Verbindungen Va-d. Piperazin-N, N'-diessigsaure-dithioamid (VI) gewannen wir aus dem entsprechenden Dinitril4) durch Anlagerung von H,S in Athanol im Autoklaven bei ca. 70" mit Triathylamin als Katalysator. Kondensation mit p-Brom-bzw. p-Methoxy-phenacylbromid ergab VII b bzw. VII d. Piperidino-es~igsaurenitril~) liess sich in Pyridin durch Einleiten von H,S in Piperidino-essigsaurethioamid (VIII) iiberfuhren. Aus diesem entstanden mit den entsprechenden Phenacylbromiden die Thiazolderivate IXc, e, f.
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