Über eine neue viskositätsfunktion von weitem gültigkeitsbereich. II. Mitteilung über den physikalischen zustand und das physikalisch-chemische verhalten hochmolekularer stoffe
✍ Scribed by Schramek, W.
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1955
- Weight
- 394 KB
- Volume
- 17
- Category
- Article
- ISSN
- 0025-116X
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✦ Synopsis
Abstract
Eine bereits in der I. Mitteilung als Näherungsfunktion [1] verwendete neue Viskositäts‐Konzentrations‐Beziehung, die ohne Anwendung von Ergänzungs‐ oder Korrekturgliedern über einen sehr weiten Konzentrationsbereich Gültigkeit besitzt, wird ausführlich mathematisch begründet und analysiert.
Sie erweist sich als eine Erweiterung der verallgemeinerten Hugginsschen Funktion [6]. Als neue Konstante tritt in dieser Funktion der Exponent n auf, unter Beilbehaltung der Grenzviskositätszahl [η] und der nach [6] ermittelten Huggins‐Konstante k~1~.
Es erweist sich, daß n ebenso wie k~1~ unabhängig von der Kettengliederzahl des Polymers ist. Nach Auflösung der neuen Funktion [1] in eine Exponentialreihe von c wird ihre Vergleichbarkeit mit der hydrodynamischen Viskositäts‐Konzentrationsreihe erkennbar.
In dieser Reihe kommt dem Exponenten n zum mindesten die Bedeutung zu, die Koeffizienten der Glieder mit höheren Potenzen von c exakt zu berechnen. Die Koeffizienten werden so ausschließlich festgelegt durch die Grenzviskositätszahl [η], durch die hydrodynamische Huggins‐Konstante k~1~ und den Exponenten n in [1].
Es ird hierdurch bestätigt, daß die bei der experimentellen Ermittlung von Viskositäts‐Konzentrationsbeziehungen auftretenden verschiedenartigen Mechanismen allmähliche übergänge mit steigender Konzentration aufweisen, und ihr gegenseitiger funktioneller Zusammenhang wahrscheinlich gemacht.
Als Beispiel dienen zwei Experimentalreihen (Polyacrylnitril und Cellit) erläutert durch Tabellen und Diagramme.