Über ein Derivat des 3.4-Diaza-bicyclo[4.2.0]octadiens-(2.4)
✍ Scribed by Maier, Günther ;Seidler, Friedrich
- Publisher
- Wiley (John Wiley & Sons)
- Year
- 1966
- Tongue
- English
- Weight
- 254 KB
- Volume
- 99
- Category
- Article
- ISSN
- 0009-2940
No coin nor oath required. For personal study only.
✦ Synopsis
Uber ein Derivat des 3.4-Diaza-bicyclo[4.2 .O]octadiens-(2.4)2) Aus dem lnstitut fur Organische Chemie der Technischen Hochschule Karlsruhe (Eingegangen am 11. Oktober 1965) Darstellung und Eigenschaften von 1.6.7.8-Tetramethyl-2.5-diphenyl-3.4-diaza-bicyclo[4.2.0]octadien-(2.4) (11) werden beschrieben. rn Das klassische Beispiel einer echten Valenztautomerie stammt von Cope und Mitarbb.3). Sie stellten fest, da8 Cyclooctatrien-(I .3.5) (1) und Bicyclo[4.2.0]octadien-(2.4) (2) sich beirn Erhitzen auf 80 -100" ineinander umwandeln, wobei sich ein valenztautomeres Gleichgewicht einstellt, das zu 85 : d auf seiten der monocyclischen Form liegt. Im Gegensatz dazu sollte irn System 3.4-Diaza-cyclooctatrien-(l.3.5)/3.4-Diaza-bicyclo[4.2.0]octadien-(2.4~ das bicyclische 1 2 gegeniiber dem monocyclischen lsomeren begiinstigt sein. Erste Versuche zur Synthese des Diaza-bicyclooctadien-Ringgerusts scheiterten4), weil die dargestellten Verbindungen in 1.6-Stellung WasserstotTatome trugen und deshalb sofort zu den entsprechenden Pyridazin-Derivaten dehydriert wurden. Diese Moglichkeit zur Stabilisierung ist bei I .6-disubstituierten Diaza-bicyclooctadieiien nicht gegeben und solche Substanzen sollten stabil sein. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, diese Annahme zu prufen. Als Ausgangsprodukt wahlten wir das leicht zugangliche Anhydrid 35). Dieses 1aBt sich trotz der Haufung von Methylgruppen glatt zu dem gesattigten Anhydrid 4 hydrieren. Die beiden Wasserstoffatome sind sicher cis-standig, denn das NMR-Spektrum von 4 zeigt nur eine Art von tertiaren Wasserstoffatomen an. Ihre Stellung beziiglich des ankondensierten Anhydridrings ist jedoch unsicher.
Reaktion des Anhydrids 4 mit Benzol in Gegenwart von Aluminiumchlorid fiihrt nicht zu der Benzoylcarbonsaure 6. Zu dieser Verbindung kann man aber auf einem Umweg gelangen, indem man das Anhydrid zunachst zu der Dicarbonsaure 5 ver- seift und diese anschlieknd mit Phenyllithium behandelt. Dabei wird nicht die ent-
📜 SIMILAR VOLUMES