Über die Wechselwirkung von Serumproteinen und Hefenucleïnsäuren
✍ Scribed by Ch. Wunderly
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1945
- Tongue
- German
- Weight
- 629 KB
- Volume
- 28
- Category
- Article
- ISSN
- 0018-019X
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✦ Synopsis
Es darf heute als erwiesen gelten, dass die Ribose-Nucleo-Proteine bei der Proteinsyntbese und dem Gewebewschstum von besonderer Wichtigkeit sind. So wurden sie gefunden in vielen sich selbst vermehrenden, filtrierbaren Virusarten, zahlreich in rasch wachsenden Zellen von Embryonen, Tumoren und regenerierendeni Gewebe. Dabei aind im Chromatin hauptsiichlich Thymonuclei'nsauren, weshalb Pollister und Nirskgl) vorgeschlagen haben, diese als Chromonuclei'nsauren zu bezeichnen. I m Cytoplasma hingegen sind Hefenuclei'nsauren vorherrschend, doch wurden sie von Claude?) auch in sekretorischen Drusenzellen, Mikrosomen und Mitochondrien, somit in geformten Zellbestandteilen festgestellt. Im Nucleoproteid ist der Phosphorsaurerest in salzartiger Bindung entweder niit den basischen OH-Gruppen (bei einbasischen Aminosauren wie Serin) oder mit den basischen =NH-und, NH,-Gruppen (bei Hexonbasen wie Arginin und Histidin) verknupft. Diese Bindung wird dort besonders stark, wo Proteine mit gehiiuften basischen Bausteinen vom Histon-und erst recht vom Protamintyp vorliegen; es ist dies der Fall in Chroniosomen ( D i t t m ~r ) ~) ,
in Pneumokokken (Thompson und D ~d o s ) ~)
sowie Streptokokken (Sevag, Lackman und Srn~lens)~). Die Nucleoprotei'de machen in den erwahnten Bakterien 4-10% vom Trockengewicht aus. Da andererseits in den Gewebeproteinen die sauren Beusteine, wie in erster Linie die Glutaminsaure, uberwiegen, so liegt hier weniger die Moglichkeit vor zu salzartiger Bindung von Nucleinsauren.
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