✦ LIBER ✦
Über die Vorgänge beim Abbau von Raumgittern, besetzt mit zwei verschiedenen Atomarten, insbesondere über den Abbau von AgAu-Mischkristallen
✍ Scribed by G. Tammann
- Publisher
- John Wiley and Sons
- Year
- 1920
- Tongue
- German
- Weight
- 458 KB
- Volume
- 114
- Category
- Article
- ISSN
- 0372-7874
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✦ Synopsis
Wenn man einem Mischkristall, in dem die Atome der unloslichen Komponente nur von denen der loslichen umgeben sind, die losliche Komponente enteieht, so sind vier Faille moglich :
- Die unlosliche 8-Komponente hinterbleibt ale atomistisoher Staub, oder als Konglomerat von Partikeln regelloser .4tomgruppierung 2. Die A-Atome vereiuigen sich wiihrend ihrer Entfernung aus idem ursprunglichen Gitter zu mikroskopischen Kristallchen. 3. Die A-Atome gehen waihrend ihrer Losliisung aus den1 ur-tIpriinglichen Gitter rnit dem Losungsmittel oder mit in ihm geliisten Stoffen Verbindungen ein, obwohl die A-Komponente als derbe Mssse .ran dem Losungsmittel nicht angegriflen wird. 4. Konnen sich die freien Atome untereinander verbinden imd :in diese Kette lagern sich andere Atome an. Bei den Mischkristallen des Au mit Ag und wahrscheinlich auch bei den mit anderen Metallen tritt bei Extraktion des Ag durch Salpeter-oder Schwefelsaure nur der Fall 2 ein. Bei den Mischkristallen des Pt mit S g oder Cu treten die ITalle 2 und 3 gleichzeitig ein. Bei ihrer Extraktion geht ein Teili cles Pt in Losung, ein anderer Teil bleibt im Ruckstande. 1)as Verhalten der Legierungen von Pt mit Pb, Bi oder Zn, die neben cliesen Metallen noch Pt-Verbindungen enthalten, ist von dem der Mischkristalle nicht wesentlich verschieden. Die Mischkristalle des F e mit Si geben bei der Behandlung Init Salzsaure ausschlieBlich Kieselsaure. Siliciumwasserstoff tritt a,ber auf, wenn das Si sich im Gitterverbande mit einem elektropositiven Metall, wie Mg, als Mg,Si befindet.l) *) Betreffs der Atomverteilung im gleichen Gitter bestebt zwischen eilnsm Misehkristall rnit normaler Vertoilung beider AtomArten uud einer chemischeu Verbindung kein Unterschied, da aucb in den kristallisierten Vorbindungeu die Vertciluug die normale sein mnB.