𝔖 Bobbio Scriptorium
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Über die Veränderungen von Gespinstfasern mit Alkalien und Säuren und deren Folgen für die Textilindustrie

✍ Scribed by Dr. Eugen Seel; Dr. Albert Sander


Publisher
John Wiley and Sons
Year
1916
Tongue
English
Weight
988 KB
Volume
29
Category
Article
ISSN
0044-8249

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✦ Synopsis


See1 und Sander:. Verhderungen von Gespinstfasern mit Alkalien und Sauren.

261

ga l a m e ~s . 1 d P h a r m a k o l o g i s c h e M i t t e i 1 u n g e n . Volle Beachtung verdient eine Arbeit P i a z z a s , in der sich der Autor mit den pharmakologischen Wirkungen der Allylverbindungen befaBP) ; haben ja in den letzten Jahren abgesehen von langst bekannten Allylderivaten {Thiosinamin usw.) wieder einige neue Eingang in die Therapie gefunden, wie z. B. das Alival und das Dial. Untersucht wurden Allylaminchlorhydrat, Allylformiat, Allylalkohol, Allylanilin, Allylacetat, Sllylessigsaure, Allyljodid, Allylharnstoff, Diallylthioharnstoff, Dithiosinamin, Dimethylallylaniin und Dial1 yl barbitursaure (Dial). Wahrend man bisher auf Grund der Untersuchungen L e v a d if i s angenommen hat, daB Allylamin ein indifferenter Korper sei, ergaben die Versuche P i a z z a s , namentlich bei Warmbliitern, eine nicht zu vernachlassigeiide Giftigkeit. Bei Kaninchen genugten Injektionen von 0,l-0,2 g pro Kilogramm Korpergewicht, urn Atembeschleunigung, Dyspnije, Orthopnoe, Stillstand der Atniung und der Herztatigkeit hervorzurufen. Der Tod erfolgte aber nicht durch Atemlahmung, sondern durch Zirkulationsschwache. Die letale Dosis betrug 0,04 g. Weitere Vergiftungserscheinungen waren Temperatursturz (bis auf 36"), Darmreizungen, Hyperamie verschiedener Organe (Lunge, Leber usw.), Hamorrhagien im Ileum und Bbnahme des Blutdruclres. Auch das Allylformiat erwieq sich als ein pharmakologisch sehr wirksamer Stoff, wenn auch in aiiderer Richtung wie das Allylamin. So traten bei entsprechenden Dosen die Vergiftungserscheinungen der Leber, Niere und Lunge mehr in den Vordergrund. Ahnlich verhielt sich Allylalkohol, dessen Intoxicationserscheinungen aber einen mehr protrahierten Verlauf nahmen, so daB der Exitus erst nach 3 oder 4 Tagen erfolgte.

Allylanilin erzeugte die typische dnilinvergiftung (Methamoglobinurie), ALlylacetat bei Doaen von 0,l g pro Kilogramm deutlichen Temperatursturz, wahrend Allylessigsaure bei gleicher Dosierung unwirksam war. Toxischer er-wieR sich das Allyljodid, das schon bei Dosen voii 0,l g letal wirkte und auBerdem sowohl die Damschleimhnut als auch das Unterhautzellgewebe lokal reizte. Ahillich wie Allylamin, nur schwacher, wirkte Diallylbarbi tursaure bei innerlicher Verabreichung. Bei Kaniiichen lag die letale Dosis uber 0,12 g pro Kilogramm Korpergewicht. , 419 unnirksam wurden bei Injektion von 0,l g Dinllylthioharnstoff, Allylharnstoff, Dithiosinamin und Dimethylallylamin befunden.

Die atenibeschleunigende Wirkung des Allylrestes kommt auch in seinen Verbindungen mit atemverlangsamenden Mitteln zum Ausdruck, wie beim N-Allylnorkodein ,N C,H. -a ~~ e C,,H,,O<O -CH,


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