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Über die Verbrennung der aktivierten Kohle in den Dämpfen von sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen

✍ Scribed by Zelinsky, N. D. ;Gawerdowskaja, M. W.


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1931
Weight
221 KB
Volume
64
Category
Article
ISSN
0365-9631

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✦ Synopsis


435 63. N. D. Z e l i n s k y und M. W, Gawerdowskaja: Ober die Verbrennung der aktivierten Kohle in den DBmpfen von sauerstoffhaltigen organischen Verbindungen.

[Aus d. Organ.-chem. Laborat. d. I. UniversitAt, Moskau.] (Eingegangen am 2. Januar 1931.) In der I. Mitteilungl) zeigten wir, daB im Kontakt rnit aktivierter Kohle bei Temperaturen nicht uber 3000tertiare Alkohole der aliphatischen, sowie der aliphatisch-aromatischen Reihe und selbst Phenol bis zu den entsprechenden Kohlenwasserstoffen reduziert werden, wobei der Kohlenstoff auf Kosten des Sauerstoffs der Alkohol-Funktion zu Kohlensaure verbrennt. In der vorliegenden Mitteilung sol1 diese Frage hinsichlich der sekundiiren und primaren Alkohole experimentell beleuchtet werden. Buchreibruyt der Verrache. Fiir alle hier in Betracht kommenden Versuche wurde ein und dieselbe Kohle genommen, deren Aktivitat 54.5%, auf Ather bezogen, betrug. Die Versuche wurden, wie friiher, in einem bis zu 40cm mit aktivierter Kohle gefiillten, schwer schmelzbaren Rohr ausgefiihrt, wobei der betreff ende Teil des Rohres im elektrischen Ofen erwarmt wurde. Nachdem das Kontaktmaterial im C0,-Strom bei 18oO getrocknet war, wurde mit dem Einleiteq der Kohlensaure ganz aufgehort, oder es wurde nur noch ein schwacher Strom unterhalten. Dann wurde die Temperatur auf 300° erhoht und die Substanz langsam, 4-5 Tropfen pro Minute, in Kontakt mit der Kohle gebracht. Es wurden folgende Verbindungen gepriift : Cyclohexanol (Sdp. 1600, d? = 0.9471, nz = 1.4620): Schon nach ' ) B. @,.2593 [I9301. ' 1 B. 47, 477 [19141. *I B. 6% 943 [19301. 8 ) In die in diesem Zusammenhang nebensiichliche Streitfrage nach der Konstitution dieser Substanz (vergl. A. 479, 63, 165ff. [I930]) sol1 hier nicht eingegriffen werden.

  1. Sofern normale Valenz-Verbindungen gemeint sind und'nicht etwa ,,Vorstufen", deren Bildungs-Moglichkeit nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen ist. Vergl. hierzu die katalytische Wirkung des Kaliums bei der Umlagerung von Maleinsaure-in Fumarsaure-ester nach H. Meerwein, B. 68. 1266 [1926].