𝔖 Bobbio Scriptorium
✦   LIBER   ✦

Über die unterschiedliche Ammonolyse vonS-Methyl- undS-Äthyl-Gruppen in denS. S-Dialkyl-sulfodiiminen

✍ Scribed by Appel, Rolf ;Ross, Bernd


Publisher
Wiley (John Wiley & Sons)
Year
1969
Tongue
English
Weight
350 KB
Volume
102
Category
Article
ISSN
0009-2940

No coin nor oath required. For personal study only.

✦ Synopsis


Aus dem Anorganisch-Chemischen Institnt der Universitat Bonn (Eingegangen am 12. Juni 1969) Die Einwirkung \on Kaliumamid auf S.S-Diathyl-sulfodiimiii (1) und S-Methyl-S-athylsulfodiimin (6) in fl. NH3 verlauft zwischen -70 und 0" unter Salzbildung. Im Autoklaven erfolgt zwischen 100 und 110" Spaltung der C-S-Bindungen, bei dcr die Methylgruppe grundsatzlich als Methan, eine der khylgruppen dagegcn als khylamin austritt. Da5 S.S-Diathyl-sulfodiimin wird dabei zum Aza-Analogon der dixhwefligen Saure umgesetzt, das in Form seines Pentakaliumsalze~ (5) ausfallt. rn In einer vorangegangenen Untersuchung hatten wir die Einwirkung von Kaliuniamid auf S.S-Dimethyl-sulfodiimin studiert 2). Sie verliiuft zwischen 70 und 0" lediglich unter Salzbildung, wahrend oberhalb 0 unter Substitution beider Methylreste durch Aminogruppen eine Spaltung der C --S-Bindung erfolgt. Dabei wurden als Reaktionsprodukte Methan und das Kaliumsalz des Tetraazasulfats isohert. Uns interessierte jetzt, ob sich S.S-Diathyl-sulfodiimin (1) genauso verhalt und dic S-Alkylgruppen dieser Stoffklasse stets unter Mitnahme der bindenden Elcktronenpaare als Alkane abgespalten werden. Urn einen ersten Uberblick iiber die bei der Einwirkung von Kaliumamid auf 1 ablaufenden Reaktionen zu gewinnen, wurde die Umsetmng zunachst konduktometrisch bei ~ 70" verfolgt. Tragt man die Leitfahigkeit der Losung als Funktion der zugegebenen Kaliuniamtdmeiige auf, so erhdt nian eine Kurve, die nach Zusatz von ca. I , 2 und 2.5 Mol KNH? auf I Mol Diathylsulfodiimin Knickpunkte aufweist (Abbild. 1). Die ursprunglich klare Losung beginnt sich dabei nach Zusatz von 1 Mol KNH2 durch Ausfallen eines Niederschlags zu truben. Bis zu einem Zusatz von 2 Mol KNH2 decken sich diese Befunde vollstandig mit den Beobachtungen mi System Dimethylsulfodiimin/KNH2/NH~, sie lassen sich folgendermanen deuten. Diathylsulfodiimin lost sich in fl. Ainmoniak weitgehend undissoziiert. Zusatz von KNHz fuhrt zur Abspaltung eines lminprotons und Bildung des in fl. NH3 loslichen Monokaliunisalzes 2 : 1 2 1) XgXIi. Mitteil. zur Keniitnis nichtnietallischcr Iminverbindungen. XXXI. Mittell..